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WHO CARES? – Social Responsibility in Contemp. Art. Bernheimer Contemporary eröffnet auf 700 qm inklusive Shop in Berlin. We want to be an artist too !
ART · 16.07.2015

WHO CARES? – Social Responsibility in Contemp. Art. Bernheimer Contemporary eröffnet auf 700 qm inklusive Shop in Berlin. We want to be an artist too !

Who cares? Isabel Bernheimer fordert mit ihrem Galeriekonzept die Kunst- ebenso wie die Designwelt heraus, und zwar zum Denken, vielleicht auch zum Umdenken. Nach Studium und Mitarbeit in internationalen Galerien hat sie sich entschlossen eine Agentur für Künstler zu eröffnen - und ist damit binnen kürzester Zeit erfolgreich. Ihrer neuesten  Idee folgten schnell Taten: Noch im Winter erzählte sie uns von ihrer Vision einer neuen Art von Galerie im Monbijou Palais gegenüber dem Bode-Museum auf der Museumsinsel - und kaum ein halbes Jahr später lud sie bereits zum großen Opening. She likes it big! And she cares! Und so wie sich Isabel um ihre Handvoll ausgewählter Künstler zwischen Kunst und Design kümmert, so setzt sie auch ihre Visionen um.

Was also gibt es zu sehen? Die von der Agentur Bernheimer Contemporary vertretenen Künstler präsentieren in der Residenz Monbijou im Herzen Berlins in den insgesamt 11 Räumen ihre Werke und gehen in der Ausstellung der Frage nach, welche Verantwortung die Kunst für unsere Gesellschaft übernehmen darf und kann und muss bzw. müsste. "Gemeinsam mit meinen Künstlern lade ich die Besucher zum Schauen, Nach- und Umdenken ein." so Isabel zu GoSee.

In der sehr gelungenen Kunstausstellung werden Skulpturen, Installationen, Zeichnungen sowie Gemälde von den von Bernheimer Contemporary vertretenen Künstlern Milana Schoeller, Jan Kuck und Victor Alaluf gezeigt, und gut die Hälfte der Arbeiten war schon bei der Vor-Premiere verkauft. Außerdem gibt es einen Designbereich, in welchem der Designer Dirk Biotto seine Konzepte und Objekte präsentiert. Zusätzlich werden Werke von Johannes Buss (Radical Adults Productions), Igor Vucic sowie Video-Arbeiten von Tim Wolff und Oh-seok Kwon gezeigt.

Anders als die typische Programmgalerie präsentiert die Agentur Bernheimer Contemporary die Ausstellung mit einem konstanten Begleitprogramm. So gibt es zum Beispiel eine One-Hour-Gallery, in welcher ausgewählte Künstler ein Kunstwerk für nur eine Stunde dem Publikum präsentieren. Zudem sind Podiumsdiskussionen und Talks geplant.

So unterschiedlich die Ansätze der einzelnen Künstler und deren Werke auch sind, verbindet sie doch alle ein roter Faden, denn sie möchten anregen und anstoßen, über die Frage „WHO CARES?“ nachzudenken. Und Isabel wäre nicht die Perfektionistin die sie ist, würde sie nicht zeitgleich einen Museumsshop-Verkaufsraum neben der Kunst anbieten, der den internationalen Vergleich zu dem von großen Museen nicht scheuen muss.

Credits

Artist
Dirk Biotto - SOS-Trolley, 2015Jan Kuck - BLACK GOLD, 2015 (Nespresso-Kapseln, Harz)Igor Vucic - Ring, 2011 (300+ Grantensplitter)Victor Alaluf - Lost Garden, 2015Tim Wolff - Zigarettenverpackerin, 2013Jan Kuck - Who Cares
Usage
Bernheimer Contemporary Opening
Fotografie
GoSee EVENTStefan Draschan
Jan KuckJan Kuck & Isabel BernheimerJan Kuck, Isabel Bernheimer, Dirk Biotto

Über Isabel Bernheimer

Sie verlässt den klassischen Beruf des Programmgaleristen. Isabel Bernheimer entwickelt statt dessen ein differenziertes Modell, das dem globalen Kunstmarkt ebenso gerecht wird wie den hochkomplexen Produktionsformen der Künstler im 21. Jahrhundert. „Der White Cube wird zu einer Option unter anderen. Künstler arbeiten heute multimedial, in situ – also ortsspezifisch – , temporär für wechselnde Schauplätze und mit unterschiedlichsten Partnern von Museen über Sammler bis zu Unternehmen. Je nach Thematik und Projekt entwickeln sie gleichzeitig verschiedene Formate – so unter anderem Edition, Ready Made, Multiple, Collage, Skulptur, Installation, Video. Ich verstehe mich als Moderatorin, Managerin und Produzentin der Konzepte und Ideen der Künstler, aber auch als Übersetzerin im Dialog mit den Partnern und deren Vorstellungen“.

Für ihre Agentur bringt Isabel Bernheimer die optimalen Voraussetzungen mit. Nicht nur einen dank der Familie von Kindheit an geschulten Blick für höchste Qualität, sondern eine fünfzehnjährige Praxis im internationalen zeitgenössischen Kunstbetrieb, dessen Facetten und Finessen sie „learning by doing“ von der Pike auf kennen lernte. Bereits früh trug sie Verantwortung für große Projekte. So war sie als Assistenz der Registrarin am Haus der Kunst München mitverantwortlich für spektakuläre Ausstellungen wie zuletzt 2005 „Lala Land Parodie Paradise“ von Paul McCarthy. Transport, Versicherung, Zoll, Auf- und Abbau, Logistik und Kommunikation zwischen Künstlern und technischen Teams waren in ihrer Regie.

Von 2005 bis 2007 kontrollierte sie alle organisatorischen und administrativen Abläufe der drei Londoner Galerien von Hauser & Wirth, anschließend bis 2009 bei der Berliner Galeristin Esther Schipper. Es folgte von 2009 bis 2011 die Leitung des Leihbüros der Megaschau aus 1600 Objekten von 210 Leihgebern „WeltWissen. 300 Jahre Wissenschaften in Berlin“ im Martin-Gropius-Bau und bis 2012 die Organisation der administrativen Aufgaben im Berliner KW Institute for Contemporary Art und für die Berlin Biennale 2012.

Isabel Bernheimers größte Leidenschaft jedoch gilt der engen Kooperation mit jungen ebenso wie etablierten Künstlern. „Ich lebe und atme in ihrer Welt“. Projekte mit Olafur Eliasson („Little Sun“, Weihnachtsschaufenster für das Kaufhaus La Rinascente in Mailand, 2012), Foster Huntington („1istmirwichtig.de“, Allianz Germany, 2013) oder die Mitarbeit an der Installation „The Sky Over Nine Columns“ von Heinz Mack, die derzeit parallel zur Architekturbiennale in Venedig zu sehen ist, belegen ihr kreatives Potential: Visionen, und seien sie noch so herausfordernd, Wirklichkeit werden zu lassen.

GoSee : bernheimercontemporary.de

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