Drag, gender, queerness, and transsexuality in all their variety - das von BENJAMIN WOLBERGS sorgsam recherchierte und umfangreich ausgestattete Buch stellt zeitgenössische fotografische Positionen vor, darunter bereits etablierte Namen sowie zahlreiche vom Publikum wenig beachtete oder noch unbekannte Talente. Intime Momente, Bilder die Geschichten und Schicksale erzählen, werden ergänzt durch Texte von Autor und Historiker Ben Miller.
Der eigene und gesellschaftliche Umgang mit Transsexualität und Geschlechterrollen wird kritisch hinterfragt oder das Pornografische in seiner zersetzenden oder auch affirmativen Kraft gezeigt.
Filme, Serien und die Vereinnahmung durch die Mainstream-Kultur suggerieren eine breite gesellschaftliche Akzeptanz queerer Lebensmodelle. Dass Schwul- und Lesbischsein in bestimmten Ländern und Gesellschaften nach wie vor Ausgrenzung, Einsamkeit, Stigmatisierung und Gewalt bedeuten können, zeigt eindrucksvoll eine Reihe von dokumentarisch arbeitenden Fotografen, die auch die kolonialen Ursprünge vieler Verbote von gleichgeschlechtlichen Kontakten und das Regime der Sexualität selbst berücksichtigen.
Benjamnin Wolbergs im Interview mit der Vogue: 'Ich finde, solange Menschen wegen Ihrer Art zu leben und zu lieben, angefeindet, diskriminiert oder ihnen körperlich und seelische Gewalt angetan wird und sie sogar in zwölf Ländern der Erde mit dem Tod bestraft werden können, haben diese Arbeiten höchste gesellschaftliche Relevanz.'
Erhältlich ist das Buch in Europe via Verlag Kettler in den USA und Kanada via Gingko Press.
Ben Miller is a writer and historian living in Berlin, where he is a Doctoral Fellow at the Graduate School of Global Intellectual History at the Freie Universität, and has taught on queer history, literature, and visual cultures at the Humboldt Universität and The New Centre for Research & Practice.

