'Oh Glorious Sun of Rainbow Afro Wigs' - die Arbeit des kürzlich verstorbenen Mike Kelley zog einen magisch in den Stand der David Zwirner Galerie auf der ART COLOGNE. Erneut kam die New Yorker Galerie ins Rheinland um alte Sammler und neue Interessenten zu treffen. Allerdings muss man schon etwas tiefer ins Täschchen greifen um bei Zwirner einzukaufen. Nur Big Names wie Neo Rauch, Thomas Ruff oder Martin Kippenberger tummeln sich hier an den Wänden bzw mit Iza Genzken als Cowboy-Statue als Galionsfigur vor dem Stand. Das moderne 'Nature Mort' von Wolfgang Tillmans im Mittelpunkt ihres Booth war so schnell verkauft, dass wir hier leider kein Foto für Euch haben...
GoSee traf Veronique Ansorge, inzwischen Director at Galerie Zwirner New York, auf ihrem Stand auf der ART COLOGNE sowie natürlich in ihrem Kölner Lieblingshotel marsil. Unser kurzer Messefilm zum Book-Launch Cologne/New York 1984–1989 mit Arbeiten von Raymond Pettibon und anderen zuvor genannten für Euch hier auf GoSee.
Ausserdem anbei die Pressemeldung mit den interessanten Fakten zum Nachlesen: "In the words of Peter Schjeldahl, writing in The New Yorker about the 2014 exhibition No Problem: Cologne / New York 1984–1989 at David Zwirner in New York, “the show’s cast of artists amounts to a retrospective shopping list of what would matter and endure in art of the era.” With an eye to canonizing that moment, this seminal publication examines the latter half of the 1980s through the lens of international art scenes that were based in Cologne — arguably the European center of the contemporary art world at that time — and New York.
While a number of established Cologne-based gallerists, including Karsten Greve, Paul Maenz, Rolf Ricke, Michael Werner, and Rudolf Zwirner, had already begun shaping the European reception of American art in the previous decade, the 1980s marked a period during which art being produced in and around Cologne gained international attention. A burgeoning gallery scene supported the emerging work of artists based in the region, with gallerists such as Gisela Capitain, Rafael Jablonka, Max Hetzler, and Monika Sprüth showing artists such as Walter Dahn, Martin Kippenberger, Albert Oehlen, Rosemarie Trockel, and others. The works of these German artists were exhibited along with the latest contemporary art from the US by artists like Robert Gober, Jeff Koons, Richard Prince, Cindy Sherman, and Christopher Wool. Conversely, the works of German artists were presented in New York, with breakout exhibitions at galleries such as Barbara Gladstone, Metro Pictures, Luhring, Augustine & Hodes, and other significant venues. Important museum exhibitions that explored work being produced and exhibited on both sides of the Atlantic also set the tone for this ongoing dialogue, among them Europa / Amerika (Museum Ludwig, Cologne, 1986) and A Distanced View: One Aspect of Recent Art from Belgium, France, Germany, and Holland (New Museum, New York, 1986).
Big, bold, and vibrant, this Pentagram-designed publication revives the conversation, reproducing in full color over one hundred immensely varied artworks by the twenty-two international artists included in this massive exhibition — one of the largest in David Zwirner’s history. Beyond its stunning visual components, the book features crucial new scholarship by Diedrich Diederichsen and Bob Nickas, and an illustrated chronology of the decade by Kara Carmack. The book also includes an arsenal of compelling archival material, from documentary photographs from the period to reproductions of Cologne’s culture magazine Spex. Taken as a whole, this ambitious exhibition catalogue encapsulates the energy, heart, and “dissonance of styles” — in the words of Schjeldahl — embodied by this fascinating and fecund moment in global art history.
Artists featured in the book include Werner Büttner, George Condo, Walter Dahn, Jiri Georg Dokoupil, Peter Fischli/David Weiss, Günther Förg, Robert Gober, Georg Herold, Jenny Holzer, Mike Kelley, Martin Kippenberger, Jeff Koons, Barbara Kruger, Sherrie Levine, Albert Oehlen, Raymond Pettibon, Richard Prince, Cindy Sherman, Rosemarie Trockel, Franz West, and Christopher Wool.
No Problem: Cologne/New York 1984–1989 . Foreword by David Zwirner. Texts by Diedrich Diederichsen and Bob Nickas. Illustrated chronology by Kara Carmack . The book is available online at: David Zwirner Books, Price: $65.00 . www.davidzwirnerbooks.com
In 2015 verleiht die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e. V. den Wolfgang-Hahn-Preis an zwei Künstler: Michael Krebber und R. H. Quaytman. Verbunden mit der Preisverleihung gibt es eine gemeinsame Ausstellung im Museum Ludwig bis bis 30. August 2015, die das Thema der Unmöglichkeit der Malerei in den Mittelpunkt stellt. „Beide beschäftigen sich seit vielen Jahren mit den Prämissen, Herausforderungen und Möglichkeiten aktueller Malerei und haben dieser zu Diskussion unverwechselbare Beiträge beigesteuert“, so Yilmaz Dziewior, der als designierter Direktor des Museum Ludwig in der Jury mitgewirkt hat.
Bereitet man sich auf ein Interview mit Michael Krebber als Künstler vor, so findet man im Netz die kuriosesten Geschichten. Er habe Bilder verbrannt, Gläser gegessen, seine täglichen Besuche in einer Kölner Galerie als Performance verkauft und generell alles und die Welt in Frage gestellt. „Vieles davon stimmt, an anderes erinnere ich mich aber gar nicht,“ erzählt uns Michael in der Lobby unseres Hotel marsil in Köln. Er wurde in Köln geboren und lebte dort bis Mitte der 70er Jahre und dann wieder ab 1984. Seit 2002 lehrt er in Frankfurt an der Städelschule. Hier ein wenig Frage & Antwort & Spiel für Euch auf GoSee:
„Malen ist ein großes Hobby, ich halte mich sogar für kompetent“ haben wir gerade in einem Artikel über Dich gelesen. Stimmt das oder wurde Dir dieses Zitat auch in den Mund gelegt? Ich habe es tatsächlich gesagt. Es sollte aussagen, dass ich in einer Disziplin arbeite, die ich zwar ernstnehme, die aber, je nachdem von wo man auf sie schaut, ihre Bedeutung ändert. Und dass das auch für die Berufsbezeichnung gilt. Ich wollte mich distanzieren.
In Deinem Künstlerbuch „Außerirdische Zwitterwesen“ schreibst Du, dass man die Malerei eigentlich nur noch in Anführungszeichen setzen kann. Was genau meinst Du damit? Damit wollte ich diese verschiedenen Bedeutungen oder Programme ansprechen, die das Wort in gegebenen Situationen bezeichnen kann, vor allem auch für verschiedene Personen mit verschiedenen Vorstellungen. In einer Unterhaltung aber auch in einem Selbstgespräch sind das gemischte Komplikationen und man könnte dann mit dem Begriff „Malerei“ wie mit einer Leerstelle umgehen und Malerei sagen und irgendeine dieser möglichen Bedeutungen einsetzen. Hier gibt es Doppeldeutigkeiten.
Wie wichtig ist Humor in der Kunst? Humor würde ich trennen vom Humorigen, zB wenn jemand ein Publikum zum Schmunzeln bringen möchte oder bringt, kann das unerträglich sein, ausser es handelt sich um Großmeister, die mit Doppeldeutigkeiten gut und schnell umgehen können.
Ist die Kunst heute noch so lustig wie zu Deinen Anfängen in den Achtzigern? Ja.
Was ging Dir durch den Kopf, als Du erfahren hast, dass Du in diesem Jahr der Preisträger des Wolfgang-Hahn-Preises bist? Ich war völlig überrumpelt und habe mich wirklich gefreut. Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas angeboten bekäme.
Und dass der Preis erstmalig an zwei Künstler vergeben wird und Du Dir den Preis mit R. H. Quaytman teilen musst? Das gehörte zum Überrumpelt werden und zur Freude dazu. Ich sehe das nicht als Teilen müssen, denn so ein Vorgang wird dadurch viel angenehmer und ich bin mit Rebecca Quaytman seit einigen Jahren befreundet und wir kennen uns glaube ich sehr gut.
Ist Dein Name dadurch nun auf immer mit dem ihren verbunden? Das ist eine lustige Frage. Ich sag Ja! Auf Immer! Und mit Rebecca Quaytman eine Ausstellung zu hängen, war gute Arbeit - und das hatte ich auch gar nicht anders erwartet.
Wir freuen uns, dass Du während der Ausstellungsvorbereitung bei uns im marsil wohnst. Du hast ja schon vor einigen Jahren Deinen 50. Geburtstag bei uns gefeiert. Wollen wir der Presse nicht neue und fabelhafte Geschichten an dieser Stelle liefern und neue Legenden kreieren? Cosima von Bonin hatte den Geburtstag mir ja geschenkt und organisiert und das war eine fabelhafte Geschichte! Es gibt keine Fotos davon. Wenn jemand welche hat, mir die bitte schicken an die Adresse vom marsil!
Die Feier begann in Cosima von Bonins Atelier mit einem von Almut Middel geschaffenen riesigen Buffet, keine Fotos auch davon! Es gab Kirschen aus Fleischwurst und bestimmt 20, 30 Platten, die ich alle im Einzelnen vergessen habe aber in jedem gab es eine geschmackliche und optische Täuschung und gekrönt wurde das ganze von einer Burg gebaut aus Steinen aus Holländer Käse, die nach und nach zur Burgruine runtergegessen wurde.
Als alles aufgegessen war, ging man rüber zum marsil, und dort wurde man von Euch empfangen. DJs waren die Produzentin und Viola Klein und es gab einen Auftritt der Performance Gruppe DaGroup: Oliver Husain als Lorelei sang ein Lied zur Gitarre von Sergej Jensen während draußen auf der Straße Claus Richter mit Sabine Reitmeier und Doc Nancy auf einem kleinsten Elektroroller hin und her vorbeifahrend akrobatische Figuren vorführten. Diesen Abend werde ich nie vergessen!
Wir fügen an dieser Stelle sehr gerne hinzu: Man könnte noch eine Legende beenden, nämlich die, es würden im marsil Cocktails serviert. Aber es gab tatsächlich schon nackt tanzende Menschen im Kaminzimmer. Diese Information für alle unter Euch die neue Legenden lieben und gerne teilen wollen. Wir freuen uns über jegliche Foto-Einsendungen an hotel@marsil.de - die wir, falls sie für unseren Freund Michael bestimmt sind, gleich weiterleiten.
Die Wolfgang-Hahn-Preis Ausstellung im Museum Ludwig läuft noch bis Ende August. Weitere Infos und Arbeiten von Tausendsassa Michael Krebber gibt es direkt über Galerie Buchholz. Das marsil findet Ihr im Kölner Hahnenviertel, Anfragen gerne über die Webseite marsil.de


