Samia Muriel Chancrin ist eine deutsch-französische Künstlerin, die sich durch ihre Vielseitigkeit zwischen Schauspiel und Regie auszeichnet. Geboren 1983 in München und aufgewachsen im Allgäu, legte sie mit ihrem Studium am renommierten Mozarteum in Salzburg den Grundstein für eine Karriere, die sie heute zu einer der profiliertesten Charakterdarstellerinnen ihrer Generation macht.
Meike Kenn portraitierte die Wahl-Berlinerin Samia Muriel Chancrin in lässiger Mode und vor urbaner Berliner Kulissee.
Durch ihre zweisprachige Erziehung bewegt sich Samia Muriel Chancrin souverän zwischen verschiedenen kulturellen Räumen, was sich auch in ihrer internationalen Filmografie widerspiegelt. Einem breiten Publikum wurde sie vor allem durch ihre Mitwirkung in hochgelobten Kinoproduktionen bekannt. So arbeitete sie unter der Regie von Fatih Akin im NSU-Drama „Aus dem Nichts“ sowie in Robert Schwentkes Historienfilmen „Der Hauptmann“ und „Seneca“ an der Seite von John Malkovich.
Auch im Fernsehen ist sie eine feste Größe, insbesondere durch ihre einprägsamen Auftritte in verschiedenen „Tatort“-Folgen und der Erfolgsserie „Deutschland 89“. Ihr Spiel zeichnet sich dabei oft durch eine feine Balance zwischen Zerbrechlichkeit und einer fast schon physischen Unbeugsamkeit aus, was sicherlich auch auf ihre zusätzliche Ausbildung als Clown zurückzuführen ist.
Neben ihrer Arbeit vor der Kamera hat sich Samia Muriel Chancrin in den letzten Jahren ein starkes zweites Standbein als Regisseurin aufgebaut. An Häusern wie der Neuen Bühne Senftenberg oder den Uckermärkischen Bühnen Schwedt inszeniert sie Stücke, die oft gesellschaftskritische Themen mit einer Prise schwarzem Humor und absurden Elementen verknüpfen.
Ihr Stil gilt als bildgewaltig und mutig, wobei sie häufig die Grenzen des klassischen Sprechtheaters auslotet. Heute lebt die Mutter zweier Kinder in Berlin und arbeitet von dort aus an Projekten, die sie sowohl auf die Theaterbühnen als auch an nationale und internationale Filmsets führen.

