Wir freuen uns sehr, dass Andrea Schubert, Head of Marketing der STRELLSON AG Division windsor. , die diesjährigen GoSeeAWARDS als Jurorin unterstützt und bei der Verkündung der Gewinner im Rahmen der UPDATE16 in Berlin dabei sein wird. Bis Mitte August können Fotografen, aber auch Stylisten, Fashion Editoren, Illustratoren... ihre stärksten Arbeiten aus dem vergangenen Jahr kostenlos einreichen. Wie die anderen Juroren - allesamt Top-Kreative und Entscheider aus Marketing und Werbung sowie Art Producer und Art Buyer - freut sich Andrea Schubert auf spannende und innovative Einreichungen. Hier bei GoSee stellen wir Sie Euch im Interview samt der neuen windsor. Kampagne und Markenbotschaft vor.
Als Head of Marketing der STRELLSON AG Division windsor. betreuen Sie die Bereiche Marketing, PR und Trademarketing. Was sind denn ihre inhaltlichen Schwerpunkte? Zusammen mit der Geschäftsleitung und dem Design die Steuerung der Marke – d.h. Positionierung, Außenauftritt. Alles in allem wird alles bei mir gebündelt und läuft bei mir zusammen.
Die windsor. Kampagnen konzentrieren sich nach eigenem Slogan auf das Wesentliche. "Sie zeigen unsere Mode und sonst nichts. Überflüssiges lassen wir weg, auch in der Kommunikation, das ist unser Prinzip. Deswegen hat sich windsor. von einer Marke zu einem Charakter entwickelt." Wie sieht dieser Charakter der Marke genau aus? Was ist der Unterschied? Die Mode von windsor. war schon immer mehr als Kleidung und verkörpert eine gewisse Lebenshaltung. All unsere Kollektionen stehen wir für die Qualität und gleichzeitig Modernität. Menschen, die windsor. tragen, stehen für Understatement und haben einen hohen Anspruch – genauso wie wir als Brand. Zudem hat windsor. in den vergangenen Jahren durch die klare Ansprache Kontinuität in der Markenausrichtung
Die aktuelle H/W 2016 Kampagne wurde mit Tina Luther fotografiert. Für welchen Look/welche Kundin bzw. welchen Kunden steht die aktuelle Kollektion? Und wie wurde dies mit Hilfe der Bildsprache umgesetzt?
Der Wertewandel unserer Gesellschaft - weg vom Massenkonsum hin zu Qualität, Understatement und Zeitlosigkeit ist für windsor. ein Anliegen, das immer mehr im Fokus steht. Die Verbindung von Tradition und Moderne ist und bleibt ein wichtiges Thema.
Die neue Winterkollektion spiegelt gleichermaßen den Zeitgeist wider und zitiert zudem nach wie vor klassische Elemente - einfach easy going. In der Herbst/Winter Kollektion spiegelt sich das zudem durch das Spiel von Kontrasten oder Hybridteile in der menswear wider, generell eine Art der „cool classic“. windsor. ist absolut zeit- und alterslos und steht für Menschen, die selbstbewusst im Leben stehen. Das wird ganz wunderbar in der Kampagne gezeigt durch z.B. die Auswahl der Looks - von schick über casual, die Protagonisten, die Charakter zeigen, einfach eine entspannte Aussage und Bildsprache, bei der das Produkt nach wie vor stark im Fokus ist, aber dennoch die Personen oder Attitüde nahbar sind.
Wie viele Kampagnen werden pro Jahr produziert? Wir produzieren im Jahr zwei Kampagnen, sowie vier Lookbooks.
Wer sucht die Modelle aus? Wer die Fotografen, die Stylisten und Haare und Make-up? Gibt es einen Casting Direktor oder wird das inhouse betreut? Wer entscheidet welcher Fotograf beauftragt wird? Das Ganze ist ein Zusammenspiel zwischen Agentur, unseren Head of Design sowie der Marketingabteilung. Wir sind ständig auf der Suche nach interessanten neuen Gesichtern, Fotografen, die von der Stilistik in das verabschiedete Konzept passen, neue Impulse geben. Die Entscheidung bzgl. Models und Fotograf wird letztendlich bei uns intern getroffen. Gecastet wird zudem durch unsere Leadagentur INK. H&M lassen wir uns gerne Empfehlungen durch den Fotografen geben, denn sie können am Besten einschätzen, wer für welches Konzept funktioniert.
Werden die Motive vor allem für die Webseite und den Point of Sale produziert oder sind klassische Anzeigen immer noch ein wichtiges Marketing Tool? Die Motive müssen 360 funktionieren, .d.h. wir planen bereits im Vorfeld des Shootings wo und wie sie eingesetzt werden. Anzeigen sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil für die Imagebildung, wobei es immer wichtiger wird andere Touchpoints zu finden, wie die Zielgruppen effektiv erreicht werden können.
In der letzten Saison wurde gemeinsam mit der GQ und der italienischen Manufaktur Tintoria Emiliana eine limitierte windsor. Sakko-Edition in einer Sonderfarbe präsentiert. Wie kam es zu der Kooperation, wird diese fortgeführt und was dürfen wir als nächstes erwarten? Wir hatten zusammen mit der GQ überlegt, was es an Möglichkeiten bzgl. Push to store Aktionen geben könnte. Da die windsor. Heritage stark aus dem Sakkobereich kommt, zudem das Thema Frosted Wool (Tintoria Emiliana) seit mehreren Saisons immer wieder ein aktuelles Thema für uns ist, haben wir uns gemeinsam für die Aktion entschieden. Ob es eine Fortführung für z.B. andere Projekte in dieser Art gibt, wissen wir noch nicht. Denkbar ist sicher vieles.
Mit Freude haben wir erfahren, dass windsor. eine eigene Kunstsammlung mit dem Schwerpunkt Fotografie hat: Helmut Newton, Terry Richardson, ... die in den Stores präsentiert wird? Sind das Kopien der Originale? Und wer sucht die Kunst aus? Die windsor. Art Collection ist tatsächlich eine Sammlung für zeitgenössische Fotografie und trat im Jahr 2000 zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Zusammengestellt wurde sie von der Kuratorin Michelle Nicol in enger Abstimmung mit der Holy Familie. Ein großer Teil der Werke befindet sich in unseren Stores - München, Düsseldorf, Wiesbaden, Salzburg, Wien. Die restlichen Arbeiten hängen in der Zentrale Kreuzlingen. Es handelt sich dabei um Originale, die direkt von den Künstlern beziehungsweise deren Galerien erworben wurden sowie um Werke, etwa von Helmut Newton oder Terry Richardson, die als Auftragsarbeiten entstanden, unter anderem direkt an Vernissagen der windsor. Art Collection.
Wie stehen Sie persönlich zur Fotografie? Und wie kann man ihr fotografisches Herz erobern? Vielleicht ist ja auch etwas Zeitgenössisches für die Kunstsammlung dabei? Seit jeher fasziniert mich das Thema Fotografie. Es geht um den berühmten „perfect moment“, diese eine Millisekunde, wenn alle Bestandteile des Motives für einen Augenschlag perfekt miteinander harmonieren. Fotografie ist aus meiner Sicht Teil der Kunstszene - und das zu Recht. Auf meinen Reisen – beruflich wie privat – nutze ich gerne die Gelegenheit mir Fotoausstellungen anzusehen. Auch meine Arbeit im Marketing bringt immer wieder Berührungspunkte mit der Fotografie. Wenn wir für windsor. beispielsweise die Kampagne fotografieren bin ich immer mit am Set. Ich mag diese kreative Stimmung - ich schätze die Leidenschaft, mit der die meisten Fotografen ans Werk gehen. Für sie ist es mehr als nur ein „Job“ – für sie ist es Berufung und künstlerischer Ausdruck zugleich. Mich überzeugt ein Foto meist in seiner Tiefe. Es gibt viele Fotos, die oberflächlich gut aussehen, aber wenn ein Bild etwas „magisches“, etwas „anziehendes“ ausstrahlt, erst dann ist es ein gutes Foto. Es geht stark um Details und ein Gefühl, das transportiert werden muss.
Also - begeistert Andrea Schubert mit dem perfekten Moment und der Magie Eurer Fotografie, Eurer Art Direktion oder Illustration und reicht Eure stärksten Arbeiten der letzten Monate bei den GoSeeAWARDS ein! www.GoSeeAWARDS.com