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GoSee Quest : Planet Art Revisited - GoSee präsentierte Euch die Plattform von Razorfish und UBS im Dezember 2014. Jetzt fragen wir bei Cannes Lions 15 Mobile Jurorin Preethi Mariappan, ECD bei Razorfish Berlin, nach Status Quo und Perspektive und ihren…
ADVERTISING · 15.04.2015

GoSee Quest : Planet Art Revisited - GoSee präsentierte Euch die Plattform von Razorfish und UBS im Dezember 2014. Jetzt fragen wir bei Cannes Lions 15 Mobile Jurorin Preethi Mariappan, ECD bei Razorfish Berlin, nach Status Quo und Perspektive und ihren…

Planet Art Revisited – GoSee präsentierte Euch die Kunst-Plattform von Razorfish und UBS im Dezember 2014. UBS Planet Art analysiert die Inhalte zahlreicher Quellen und indiziert tausende von Artikeln, um die relevantesten Informationen zu zeitgenössischer Kunst präsentieren zu können.Jetzt fragen wir bei Cannes Lions 2015 Mobile Jurorin Preethi Mariappan nach Status Quo und Perspektive der App, nach dem Syndrom 'Frau in der Werbung' und dem Mehrwert der digitalen Welt.

Digital ist Dein Ding. Aber was verstehst Du darunter? Ich arbeite mittlerweile mehr als 17 Jahre in der digitalen Branche. In dieser Zeit habe ich die Internetblase sowohl wachsen als auch platzen sehen. Mein Learning: Abhängig vom Zeitpunkt kann Digital ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Was mir daran richtig gut gefällt: Digital hat Storytelling, Produkt und Service auf ganz einzigartige und spannende Weise für Marken und Konsumenten miteinander in Verbindung gebracht. Das ist der Grund, warum mir meine Arbeit jeden Tag so viel Freude bereitet. Oder kurz gesagt: Du hast Recht, digital ist echt mein Ding.

Arbeitest Du für die Generation von Morgen? Konsumenten sind doch jetzt schon oftmals überfordert von der heutigen Technologie? Ich würde eher sagen, dass wir für das Heute arbeiten. Denn Marken und Geschäftsmodelle müssen im Hier und Jetzt bestehen und zeigen, was sie können. Natürlich ist es aber auch Teil meines Jobs, den Weg für eine nachhaltige Zukunft zu ebnen. Sich von Technologie überfordert zu fühlen, ist für die Menschen im Allgemeinen ein großes Problem. Kaum hat man sich an eine Plattform gewöhnt, stehen schon mindestens zehn neue in den Startlöchern. Für Marken stellt dieses Phänomen jedoch noch eine viel größere Hürde dar. Sie benötigen in diesem überbevölkerten und dynamischen Raum immer bessere Möglichkeiten und Services, um persönliche und relevante Informationen liefern zu können.

Wenn man im Technologie-Sektor arbeitet, lernt man schnell, Veränderung als Tatsache hinzunehmen. Die Frage ist nur, wie man die Veränderung nutzt. Denn hier entscheidet sich, ob sich die Konsumenten von Technologie überfordert fühlen – oder auch nicht.

Eure App für UBS – gibt es da ein Fazit? Hattet ihr Erfolgsvorgaben? Und wenn ja – was? Presse, User, Awards? Die App Planet Art ist die konsequente Verlängerung eines Kernthemas von UBS: das rund 40-jährige Engagement auf dem Gebiet zeitgenössischer Kunst. Die Bank hat schon immer eine wichtige Rolle in der Förderung von Kunsterziehung und -information gespielt, sowohl für ihre Kunden als auch für Sammler und Kunstfans im Allgemeinen. Mit dem Boom der digitalen Medien gibt es tausende Websites, die täglich Nachrichten, Meinungen und Artikel verbreiten. In diesem Umfeld ist es sehr schwer, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden. Unser Ziel war es darum, ein Tool zu entwickeln, das Kunstliebhabern einen einfachen Zugang zu einer sehr komplexen Landschaft ermöglicht.

Das Neue und Besondere an der App ist, dass sie als erste die Vorzüge intelligenter Daten mit der Kunstwelt verbindet. Auf Basis von maschinellem Lernen werden dabei Datentrends hinter den Kunstinhalten beobachtet. Die App verfügt dadurch über die Intelligenz, automatisch einschätzen zu können, ob Artikel lesenswert sind, sowie relevante Echtzeittrends rund um Künstler, Städte usw. herauszufiltern.

Durch die zusätzliche Personalisierungsmöglichkeit passt sich die App zudem konstant an den Geschmack und die Vorlieben des einzelnen Users an. Es handelt sich also um eine super smarte Anwendung, die die besten Kunstinformationen liefert, und zudem maßgeschneidert auf die Nutzerbedürfnisse eingeht. Eine klassische Win-Win-Situation: Durch die Art, wie sich die App modernste Technologien zunutze macht, erhält der Nutzer einen echten Mehrwert und die Marke gleichzeitig eine Möglichkeit, sich in ihrer Rolle als Kunstmäzen in der digitalen Welt neu zu positionieren.

Unsere Benchmark war, die erste intelligente Kunst-App zu entwickeln, die nicht nur ein bestehendes Bedürfnis erfüllt, sondern beeinflusst, wie Menschen etwas über Kunst erfahren und sich künftig mit der Kunstwelt auseinandersetzen.

Die UBS-App ist nach wie vor nur für Apple konzipiert, oder? Ja, dieses Jahr haben wir uns auf iOS konzentriert. Die Ausweitung auf andere Plattformen steht zu einem späteren Zeitpunkt an.

Wird sie von Euch derzeit weiterentwickelt? Wir arbeiten kontinuierlich an der Entwicklung neuer Features. So haben wir beispielsweise erst kürzlich neben Städten und Künstlern auch Informationen zu Kunstinstitutionen hinzugefügt. Als Nutzer kann man so verfolgen, was in den Kunsthochburgen London und New York los ist, ob der eigene Lieblingskünstler gerade aktuell ist und mit welchen Themen sich internationale Museen wie das MOMA oder das Guggenheim aktuell beschäftigen.

Außerdem wurden die Personalisierungsmöglichkeiten weiter verbessert. Im Tag-Bereich kann der Nutzer seine Vorlieben einstellen und zudem auch Tags zu jedem Artikel, den er liest, hinzufügen. Passend dazu gibt es nun eine enorm effiziente Suchfunktion auf Tag-Basis. Nutzer können hier einen Künstler, eine Stadt oder ein Thema suchen, die Tags aus den Suchergebnissen speichern und so ihre Contenstreams ganz einfach personalisieren. Und je mehr man die App verwendet, desto mehr lernt sie – auf eine organische, nicht-unterbrechende Art und Weise.

Voraussichtlich werden wir im Laufe dieses Jahres weitere Features veröffentlichen. Viele von ihnen entwickeln wir passend zu der der Art und Weise, wie die App genutzt wird, und was die vorliegenden Daten uns sagen. Es ist für uns ein großer Schritt auf Basis von Daten kreative Arbeit zu vollbringen. Bis jetzt hat Planet Art über 50.000 Artikel mit mehr als 35.000 Interest-Tags zu 5.000 Künstlern analysiert. Zudem konnte unser Algorithmus bis zu 7.000 Tags zu Kunstinstitutionen an über 20.000 weltweiten Standorten ermitteln. Oder anders gesagt: Wir liefern qualifizierte Inhalte und Trends nach Maß. Und das nur in den letzten drei Monaten. Die Lösung hat wirklich ein enormes Potential.

Apps – sind die meisten nicht Totgeburten von Anfang an? Ja, das gilt in der Tat für einen Großteil von ihnen, denn der App-Markt ist hart umkämpft. Aktuell zählt nur der App Store allein mehr als eine Milliarde Anwendungen. Aus meiner Sicht muss eine App einen fantastischen Mehrwert oder einen speziellen Service bieten, um zu überleben bzw. es bis ganz nach oben zu schaffen. Oder spitzenmäßiges Entertainment. Besonders unerfreulich ist es, wenn man auf so genannte Marketing-Apps stößt, die nur für eine Solo-Kampagne kreiert wurden. Das sind wahrscheinlich die größten Übeltäter.

Mobile Lion und Mobile first – ist das Telefon auf dem Weg zur neuen Königsdiszipin in Cannes? Ohne Frage. Die meisten von uns können ohne Mobiltelefon kaum noch leben. Um das zu glauben, braucht es keine Zahlen. Denn wir hören Musik über unser Telefon, surfen durch die sozialen Netze, arbeiten, buchen Tickets, kaufen ein und dokumentieren fast unser ganzes Leben damit. Ich hoffe sehr darauf, in Cannes eine Menge guter Transformations-Lösungen im Bereich Mobile zu sehen.

Frauen in der Werbung ist seit Jahren Thema in Cannes. Siehe unser Artikel 'Mad Women - A HERstory of Advertising' aus 2013. Was ist Deine Meinung? Ich kenne dieses Buch nicht. Vielen Dank für den Tipp, ich werde es mir ganz bestimmt kaufen! Meiner Meinung nach bedeutet jeder Schritt, den Frauen sowohl als Individuen als auch als Kolleginnen oder Organisationen in der Werbung nach vorne tun, eine große Bereicherung für die Branche. Das Thema wird immer öfter zur Sprache gebracht, sei es auf Konferenzen oder Festivals. Kürzlich erst habe ich gelesen, dass 31,5 % der Cannes Jury in diesem Jahr aus Frauen besteht.

Es wäre toll zu sehen, dass dies innerhalb der Agenturen sowie bei den Kunden konkret dazu führt, dass sich so statische Bereiche wie Unternehmenskultur, Prozesse und Beziehungen wandeln. Das größte Zeichen für einen echten Wandel wäre jedoch, wenn wir das Thema ‚Frauen in der Werbung‘ nicht mehr besprechen müssten.

Du bist Gründerin der "Adwomen Middle East", einer Community für Frauen aus Marketing und Werbung im mittleren Osten. Wie kommuniziert ihr und was? Twitter? Pinterest? Facebook? LinkedIn? Instagram? Was ist die Idee dahinter? Ich habe Adwomen Middle East gemeinsam mit einer Gruppe gleichgesinnter Frauen ins Leben gerufen. Die Kommunikation lief überwiegend über eine Facebook Gruppe, einen E-Mail-Verteiler sowie einen Blog. Es handelte sich dabei um eine ehrenamtliche Organisation, die Frauen in Senior Positionen zu monatlichen ‚Trend Talks‘ einlud, wo sie ihre Berufserfahrung und ihr Wissen mit jüngeren Frauen teilen konnten. Zusätzlich haben wir auf dem Blog weiblichen Kreativnachwuchs vorgestellt und eine Konferenz mit dem Namen ‘Behind the Brand’ ins Leben gerufen. Ihr Ziel war, die Beziehungen zwischen Berufseinsteigerinnen, Unternehmerinnen und Marketing-Fachfrauen zu pflegen und auszubauen.

Letztlich begann alles mit einem einfachen Facebook-Post, den ich an einem Wochenende zu diesem Thema veröffentlicht habe. Zu meiner Überraschung wurde er von über 100 Menschen kommentiert und besprochen. Rund zehn Frauen sprachen mich daraufhin an, dass wir uns treffen und etwas in diese Richtung unternehmen sollten. Und das taten wir - zu einem Kaffee – und haben danach einfach unser Ehrenamt angetreten und unsere Kontakte miteinander in Verbindung gebracht. Ich war völlig erstaunt darüber, wie schnell alles in Bewegung kam und wie großzügig die Beteiligten ihre Zeit und Energie dafür zur Verfügung gestellt haben.

Nach drei Jahren haben wir uns dazu entschlossen, aufzuhören. Ich fand, dass es an der Zeit war, das Modell zu überdenken und einen Weg zu finden, es in die Agenturwelt zu übertragen. Ehrenamtliche Organisationen sind der perfekte Ort, um etwas zu teilen und Unterstützung zu leisten, und haben definitiv eine Existenzberechtigung.

Doch um nachhaltig etwas zu erreichen, muss diese Arbeit innerhalb des Arbeitskontextes stattfinden.

Welche Apps benutzt Du? Magst Du unseren Lesern Deine Top5 kurz erklären/umschreiben?

Flipboard zur Inspiration.  Das ist in der Regel das erste oder letzte, was ich lese. Ich liebe die Breite und gleichzeitige Tiefe von Themen und Inhalten, folge Menschen, die ihre eigenen Zines kreieren und entdecke tatsächlich jeden Tag etwas Neues.

Yummly – um die beste Zuhause-Köchin zu werden. Ich habe schon an mehreren Wochenenden viel Zeit mit dieser großartigen Suchfunktion verbracht und eine Menge toller Rezepte mit verrückten Namen gefunden und ausprobiert. Dies ist mit Abstand die umfangreichste und spaßigste Koch-App, die es zur Zeit gibt.

Spotify für Musik - Meine Playlist lebt hier. Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen. Und wenn jemand nicht über Spotify Musik hören sollte, stelle ich mir ernsthaft die Frage, wie das funktionieren soll?!

Whatsapp für Soziales - Wegen der vielen auf der Hand liegenden Gründe, der Einfachheit, Unmittelbarkeit und Privatheit. Ich mag, dass diese Lösung immer noch Social ist, ohne Media geworden zu sein. Zumindest noch nicht.

Google Maps zum (Über)Leben. Ich glaube, ich nutze diese Anwendung einfach für alles – sogar, um auf der Arbeit den Weg zur Kaffeeemaschine zu finden. Mein Orientierungssinn ist nämlich gleich null. Erst kürzlich habe ich ein ganz tolles Übernachtungsangebot über Google Maps gefunden, während ich gerade die Wegbeschreibung zu einem anderen Hotel gesucht habe. Jackpot!

My Taxi – um der Taxi-Warteschlange für immer Goodbye zu sagen. Taxi-Warteschlangen haben mich früher absolut wahnsinnig gemacht. Die Einfachheit und der tolle Service von My Taxi hat diese App zur Nummer eins meiner Utility-Liste gemacht. Kürzlich hat ein Taxifahrer mich gebeten, ihn zu bewerten. Das fand ich wirklich verblüffend - wie eine App es schaffen kann, das Pendlerverhalten so nachhaltig zu verändern und eine neue Servicephilosophie zu erzeugen.

Wer im wahren und echten Leben sehen will welche Apps bei Preethi zum Einsatz kommen der trifft sie während der Cannes Lions in 2015 ganz sicher auf der Croisette in Cannes in ihren Jury-Pausen..... mit in der MOBILE JURY sind in 2015:  Brazil -Joanna Monteiro, VP Creative Director, FCB, President; Australia - Russ Tucker, National Digital Creative Director, Digital Arts Network, Whybin TBWA; Canada - Steve Savic, Executive Creative Director, Critical Mass; China - Delia Liu, Chief Creative Strategy Officer, WizAd; Denmark - Martin Chapman, Creative Director, Magnetix; Germany - Preethi Mariappan, Executive Creative Director, Razorfish; India - Sanjay Mehta, Joint Chief Executive Officer, Social Wavelength; Japan - Hiroshi Hori, Regional Digital Director, Hakuhodo; Norway - Markus Lind, Executive Creative Director, Good Morning; South Korea - Chi Young Kim, Senior Director, Innocean Worldwide; Sweden - Malin Ingewall, Chief Executive Officer, Member of the Board, Sticky Beat AB; UK - Andy Hood, Head of Emerging Technologies, AKQA; USA - Evan Schechtman, Chief Technology Officer, RadicalMedia; USA - Pierre Lipton, Chief Creative Officer, 360i; Global - Donald Chesnut, Chief Experience Officer, SapientNitro ...... 62nd Cannes Lions International Festival of Creativity, 21-27 June 2015, Cannes, France. The International Festival of Creativity, also known as Cannes Lions, is the world's leading celebration of creativity in communications. Founded in 1954, the Festival takes place every June in Cannes, France.

About - Preethi Mariappan, Executive Creative Director, Razorfish Deutschland. Bevor Preethi Mariappan als Executive Creative Director die Leitung des Kreativteams von Razorfish übernahm, sammelte sie in Indien, Dubai und Singapur 17 Jahre Erfahrung im Technologie- und Produktdesign. In Deutschland war sie zuvor bei der TBWA als Digital Executive Creative Director (ECD) tätig. Ihre Erfahrung umfasst das komplette Spektrum des digitalen Business - von der Kreation bis zur strategischen Beratung. Unter ihrer Führung gelangten Marken wie Nissan, Infiniti, GE, Volvo und GSK zu zahlreichen internationalen Auszeichnungen.

Preethi Mariappan erhielt Preise bei Awards wie Cannes, SXSW, LIA, One Show, EPICA, Clios, D&AD, SABRE, Loeries, Dubai Lynx, CAPLES und GEMAS Effies. Ihre Arbeit an einer bluetoothbasierten Lieferplattform resultierte in einem patentreifen Produkt für die Agentur und in einem neuen Service für Fastfood-Lieferketten. Preethi Mariappan wurde in renommierten internationalen Publikationen wie Springwise, Creativity Online, Contagious, PSFK und Mashable und jetzt GoSee präsentiert und war bei internationalen Awards wie Dubai Lynx und Clio Awards Jurymitglied. Des Weiteren ist Preethi Mariappan Gründerin von Adwomen, einer Frauen-Community, die junge weibliche Talente in Werbung, Business und Technologie fördert.

Credits

Advertising Agency
Razorfish GmbH,
Creative Director
Preethi Mariappan

Über Razorfish GmbH

Razorfish Deutschland ist eine der führenden Kreativagenturen mit Standorten in Frankfurt und Berlin mit ca. 200 Mitarbeitern (Stand 12/2011). Der Ursprung liegt im Jahr 1996, als Andreas Gahlert und Olaf Czeschner die Agentur Neue Digitale gründeten. Seit 2006 gehört die Agentur zum Razorfish-Netzwerk, das mit 15 Standorten auf vier Kontinenten und über 2.200 Mitarbeitern zu den größten Marketing-Dienstleistern der USA gehört. Seit Ende 2011 firmieren auch die deutschen Büros unter dem international bekannten Namen Razorfish.

Razorfish gehörtzu der Publicis Groupe S.A., einem der bedeutendsten Kommunikationsdienstleister weltweit.

"Razorfish leads in all things digital." (Forrester 12/2007)

GoSee : razorfish.de

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