Ob es um die Umsetzung der Key-Visuals der MERCEDES BENZ FASHION WEEK BERLIN geht, sexy Kampagnen der Wäsche- und Dessousmarke MEY oder um den Look des Department Stores BREUNINGER, die Kreativdirektorin hat mit ihrem Expertenwissen im Bereich Fashion stets das richtige Gespür. Bereits seit 13 Jahren ist sie im Auftrag der Kreativität für Jung von Matt/Neckar im Einsatz. Als regelmäßige Besucherin des UPDATE Salons in Berlin ist sie auch dort immer auf der Suche nach spannenden Portfolios und neuen Talenten. Wir freuen uns sehr, dass uns Tanja Mann-Wisniowski in diesem Jahr, zusammen mit Bianca Winter, Deputy Head of Art Buying bei Jung von Matt/Elbe, in der Jury der GoSeeAWARDS unterstützt. Vorab haben wir ihr für Euch ein paar Fragen gestellt ....

Welche Kunden betreust Du aktuell? Zu meinen Modekunden gehört Mercedes-Benz, für deren Mode-Engagement wir jede Saison das internationale Key-Visual der Fashion Weeks inszenieren, der Department Store BREUNINGER und die Wäsche- und Dessousmarke MEY.  Aktuell haben wir auf allen drei Etats wieder spannende Projekte mit tollen Protagonisten auf dem Tisch. Man darf sich auf kreative Highlights freuen – mehr wird noch nicht verraten. Darüber hinaus betreue ich Projekte für HUGO BOSS und laufende New Business Anfragen. Einer meiner spannendsten Kunden aus der Vergangenheit ist der internationale WELLA Etat, den ich viele Jahre und mit viel Herzblut geführt habe.

Und was ist das tolle an Deinem Job?  Die Mode ist lebendig und immer in Bewegung, da entstehen ständig neue Impulse, die uns als Gesellschaft verändern und Dinge voran bringen. In meinem Job als Kreativdirektorin ist daher jeder Tag spannend. Wir setzen uns mit all diesen Trends und Strömungen auseinander und erfinden Welten und Geschichten, um ein Produkt, eine Kollektion oder das Image unserer Kunden zu inszenieren. Eine Marke emotional aufzuladen, ihr ein Gesicht und eine Botschaft zu geben und damit selbst neue Impulse zu setzen, das ist eine tolle Arbeit. Um das zu können, muss man immer wach und offen durch die Welt gehen, Trends verfolgen, verstehen, was hinter den Lifestylethemen steckt, sich in die Zielgruppen hineinversetzen, sein Gespür für Design schulen und täglich seinen eigenen Horizont in Frage stellen – und auch keine Angst davor haben, ihn ab und an neu zu justieren.

Was zeichnet für Dich gute Kreation aus?  Gute Kreation berührt das Herz und bleibt in den Köpfen hängen. Sie inspiriert, schafft neue Sichtweisen und soll den Alltag bereichern, die Welt um uns schöner machen anstatt den Betrachter zu langweilen. Dazu braucht es im Schaffungsprozess vor allem Mut, Feingespür, Intuition und Erfahrung. Dabei hilft mir mein Team hier bei Jung von Matt/Neckar – es ist toll, mit so vielen ausgezeichneten Kreativen zusammen zu arbeiten – und natürlich meine eigene Erfahrung aus den 14 Jahren, die ich nun schon hier bin.

Wolltest Du auch schon als Kind Kreativdirektorin werden und wie bist Du in der Werbung gelandet? Kreativität und Fantasie wurden mir wohl in die Wiege gelegt, das hat mich schon immer fasziniert und wie magisch angezogen. In die Werbung bin ich, weil man hier unkonventionell sein darf – oder sogar muss, kein Tag und kein Projekt wie das andere ist und man auf der ganzen Welt mit interessanten Menschen zusammenarbeitet.

Welchen Stellenwert hat heute die Fotografie für Dich persönlich und für die Umsetzung von erfolgreichen Kampagnen (schließlich sind die klassischen Printkampagnen im Zeitalter von Social Media sehr zurückgegangen)?  Das ist eine spannende Frage, denn der Verbraucher ist heute auf vielen Kanälen anzutreffen. Dennoch denke ich, dass Fotografie immer noch einiges zu bieten hat und eine grössere und weitere Strahlkraft besitzt als ein Social Media Hype. Fotografie schafft Raum für Phantasie und große Emotionen, und um sich als Modemarke zu identifizieren und zu differenzieren, ist das heute doch wichtiger denn je. Der Markt ist voll und Produkte sind sich immer ähnlicher. Denkt man nur an die legendären Diesel Kampagnen oder aktuell an Dolce & Gabbana und Louis Vuitton: die leben von starken, großen Bildern und Emotionen.

Beschäftigst Du Dich privat auch mit Fotografie bzw. hast Du Fotografien zu Hause? Deine fotografischen Highlights?  An guter Fotografie sehe ich mich nie satt. Privat bin ich dennoch eher puristisch eingerichtet, als Ruhepol zu den vielen Bildern die ich mir täglich anschaue.  Meine großen Vorbilder sind Klassiker wie Guy Bourdin, Steven Klein, und natürlich Inez und Vinoodh.

Anbei präsentieren wir Euch einige aktuelle Projekte von Jung von Matt/Neckar und freuen uns sehr, Tanja Mann-Wisniowski als GoSeeAwards Jurorin auf der UPDATE in Berlin zu begrüßen. Und jetzt können wir es Euch ja verraten - es sind schon Hammer-tolle Bewerbungen bei uns eingetroffen.