Susanne Bartsch ist eine Stilikone und prägt seit den 1980er-Jahren mit legendären New Yorker Partynächten die Verbindung von Mode, Clubkultur und Performance. Das Museum für Gestaltung Zürich zeigt mit 'Susanne Bartsch – Transformation!' erstmals in der Schweiz eine umfassende Ausstellung zu ihrem Schaffen und betont die anhaltende Relevanz ihrer Arbeit.
Welcome! Die Ausstellung folgt dem Ablauf einer Partynacht und zeigt, wie sich Alltag in einen Auftritt verwandelt. Haar und Make-up - Die Transformation beginnt mit Haar und Make-up: Farben, Formen und Texturen werden zu Werkzeugen der Selbstinszenierung. Make-up wird zur Maske, Perücken zu Skulpturen. Dabei werden gängige Schönheits- und Rollenbilder hinterfragt.
Getting ready - Der nächste Schritt ist der Look: Gemeinsam mit Kreativen aus ihrem Netzwerk – dem sogenannten Bartsch-Tribe – entstehen Outfits, die weit mehr sind als Styling. Inspiriert von Avantgarde, Clubkultur und Haute Couture sind sie Ausdruck von Identität, Botschaft und Widerstand gegen soziale Normen.
Queuing - In der Warteschlange vor dem Club präsentieren acht Schweizer Kreative Looks, die sie eigens für die Ausstellung entworfen haben. Diese Underground Fashion stellt sich bewusst gegen die Mechanismen der Modeindustrie. Mit Mut und Originalität nutzt sie Mode als Mittel des Selbstausdrucks und stärkt marginalisierte Stimmen. Die präsentierten Looks stammen von Belinda Bernet, Katie Chyrka, Club de Fôret, Gabrielle Huguenot, Stella Crescentia, Mara Danz, Ahmad Kron, maison blanche/Yannik Zamboni und Rica.
The Club - Herzstück der Ausstellung ist der Club: ein Raum, in dem Bartschs historische und aktuelle Looks gezeigt werden. Hier kulminiert ihr Lebenswerk – die Liebe zur Mode, zur Performance, zur Verwandlung. Ihre spektakulären Outfits sind Ausdruck kreativer Freiheit und ästhetischer Lust. Sie inspirierten Stars wie Madonna, Thierry Mugler, Björk und Lady Gaga.
Afterparty - Nach dem Club zeichnet ein Zeitstrahl Susanne Bartschs Werdegang nach. Wichtige Stationen sind ihr Einstieg in die Londoner Modeszene und ihr Umzug nach New York im Jahr 1981, wo sie in ihrem Laden junge britische Designer wie Vivienne Westwood und John Galliano präsentierte. Schon bald begann sie, die New Yorker Clubszene nachhaltig zu prägen. Videomaterial zeigt unter anderem ihren Einsatz beim legendären Love Ball 1989, mit dem sie sich für die Opfer der HIV/Aids-Krise engagierte und der Ballroom Culture sowie dem Drag-Genre Respekt zollte.
Mitte der 1990er-Jahre verband sie ihr Familienleben mit internationalen Großveranstaltungen, bevor sie in den 2000er-Jahren ein fulminantes Comeback feierte. In den 2010er-Jahren setzte sie dem Aufstieg der sozialen Medien das direkte, gemeinschaftliche Partyerlebnis entgegen. 2022 wurde sie mit dem Grand Prix Design des Bundesamts für Kultur ausgezeichnet, 2024 veröffentlichte sie mit Bartschland ihr persönliches Fotoalbum.
Das glamouröse Opening fotografierte Samir Seghrouchni für Museum für Gestaltung.
Susanne Bartsch – Transformation! . Ab 20. Juni 2025, Museum für Gestaltung Zürich . Kuratorium: Meret Ernst, Kuratorin Museum für Gestaltung Zürich . Ko-Kurator:innen: Susanne Bartsch, Waleed Khairzada


