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PHOTOGRAPHY · 04.03.2024

Wir freuen uns auf die olympischen 'FASHION GAMES' in Paris - MAX VON TREU fotografierte und filmte 'HALTUNG' für die ICON Februar '24 in Barcelona

MAX VON TREU stimmt uns mit seinem Editorial für die ICON schon einmal auf Olympia 2024 in Paris, der Stadt der Mode und des Lichts, ein. Er fotografierte und filmte hierfür in Barcelona mit Model Tetyana Ruban. Die Stadt war olympischer Austragungsort '92 - und gilt als Erfolgsgeschichte im Hinblick auf Mega-Event und Nachhaltigkeit kombiniert mit smarter Stadtentwicklung.

Der Text zum ICON-Editorial namens 'Haltung' von Autorin Silke Wichert hier für Dich auf GoSee.News : "Keiner ging in Barcelona aus Vergnügen an den Strand. Dort war es dreckig, öde oder industriell. Doch dann kamen die Olympischen Sommerspiele 1992 und die Stadt am Meer wandte sich dem Wasser zu. Die Spiele haben Barcelona damals tatsächlich zum Guten verändert, es wurde ein voller städtebaulicher Erfolg.

Nun ist Paris dran. Aus diesem Grund folgten wir noch mal den Spuren in der katalanischen Hauptstadt. Mit Mode, die ebenfalls absolut wettbewerbsfähig ist. Unmöglich, diese Stadt zu besuchen, und nicht mindestens ein paarmal über olympische Überreste zu stolpern. Selbst wenn man es gar nicht darauf anlegt (oder wirklich überhaupt keine Ahnung hat).

Schon wer am Strand von Barceloneta flaniert oder sich dort in den Sand legt, ist mittendrin in der postolympischen Erfolgssaga. Vorher lebte diese Stadt nämlich mit dem Rücken zum Wasser. Generationen von Einheimischen wohnten zwar theoretisch am Meer, verbanden das aber höchstens mit Docks und Terminals am Hafen. Wo die Menschen heute jeden Tag selbstverständlich schwimmen gehen oder am „Muscle Beach“ trainieren beziehungsweise posieren, standen früher nur abgewirtschaftete Industrieanlagen und Reste eines von Diktator Franco abgerissenen Slums.

Erst mit dem Zuschlag für die Spiele 1992 öffnete sich die Metropole zum Meer. In unmittelbarer Nähe entstand die „Vila Olímpica“, das olympische Dorf, davor wurden die emblematischen Zwillingstürme mit dem „Hotel Arts“ errichtet, und Frank Gehry setzte dem Ganzen noch einen gigantischen goldenen Fisch obendrauf. Auch an der Plaza de España führen nicht zufällig Rolltreppen auf den Montjuïc hinauf. An dieser Stelle schmetterte Montserrat Caballé zur Eröffnungsfeier das Lied „Barcelona“, erstmals ohne den kurz zuvor verstorbenen Freddie Mercury.

Weiter oben auf dem Hausberg, der vorher ebenfalls wenig genutzt wurde, stehen viele der Sportstätten, die übrigens immer noch und nicht nur als solche genutzt werden. Der von Santiago Calatrava entworfene Fernmeldeturm, der aussieht, als habe ihn die Besatzung der „Enterprise“ dort abgesetzt, ist der Instagram-Pilgerort schlechthin. Jener Sprungturm, der für die bis heute eindringlichsten Olympiabilder sorgte: als würden die Wasserspringer nicht ins Schwimmbecken, sondern in die Skyline mit der Sagrada Família eintauchen.

Im Sommer ist das mittlerweile etwas abgerockte Stadion als Freibad geöffnet, aber das ganze Jahr über versuchen Besucher, hier ein Bild von sich zu machen. Und sei es in Wahrheit nur, weil Kylie Minogue hier 2003 ihr Video zu „Slow“ drehte, und nicht, weil diese Anlage mal für eine Idee namens Olympia stand.

Nicht nur wegen seiner eindrücklichen Neubauten und der nachhaltigen Stadtentwicklung gilt „das Modell Barcelona“ bis heute als große Ausnahme im ewigen Kampf mit den fünf Ringen. Milliardengrab, mehr Schulden als Nutzen, blinder Protz statt nachhaltiger Stadtentwicklung, dubiose Geschäfte – die Negativstereotype überwiegen meist die positiven Effekte, die es ja auch und immer noch gibt.

Wie Völkerverständigung oder Aufmerksamkeit für Sportarten, die sonst viel zu wenig im Rampenlicht stehen. Atlanta blieb als misslungene „Coca-Cola-Spiele“ in Erinnerung, in Rio floss das Geld doch wieder vor allem in die Reichenviertel, Peking hatte vor allem deshalb eine so beeindruckende Eröffnungsfeier, weil in Diktaturen halt unzählige „Freiwillige“ zur Verfügung stehen.

Bei Barcelona 92 dagegen passte scheinbar auch deshalb alles, weil die Spiele einen historisch günstigen Zeitpunkt erwischten. Nach dem Fall der Mauer und dem Ende der Apartheid schwappte eine Welle der Zuversicht über den Globus. 1992 verkündete der Politologe Francis Fukuyama mit dem „Ende der Geschichte“ den unwiderruflichen Triumph von Freiheit und Demokratie.

In Barcelona startete erstmals wieder eine gesamtdeutsche Equipe, die Sowjetunion existierte nur noch als „Vereintes Team“ der Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, erstmals seit 1972 gab es keine Boykotte. Dafür sorgte das Dream-Team der amerikanischen Basketballer um Michael Jordan für bislang ungekannten Glamour, und ihre Eskapaden im Nachtleben brachten die Security angeblich an den Rand der Verzweiflung.

Paris 24 wird, zumindest optisch, natürlich trotzdem locker an der Spitze mithalten können. Diese Stadt muss sich nicht neu erfinden, um alle anderen in den Schatten zu stellen. Eiffelturm, Louvre, Montmartre, „Emily in Paris“-Kulisse, schon jetzt ist sie mit mehr als 15 Millionen Menschen pro Jahr eine der meistbesuchten Städte des Planeten.

Dass einige Millionen mehr zu Olympia den ohnehin schon schwierigen Verkehr womöglich an den Rand des Kollaps bringen, zählt bislang zu den kleineren Problemen. Die Haute-Couture-Schauen wurden vorsichtshalber schon mal auf Ende Juni vorgezogen. Aber Glamour und Mode, das steht schon jetzt fest, wird es während dieser Wochen mehr denn je geben.

Der französische Luxuskonzern LVMH ist offizieller Partner der olympischen sowie paralympischen Spiele. Das hauseigene Schmuckatelier Chaumet entwirft die Medaillen, in den Hospitality-Zonen werden Getränke von Moët Hennessy ausgeschenkt, die Beautymarke Sephora ist Sponsor des olympischen Fackellaufs und wird das Feld sicherlich auch an anderer Stelle „aufhübschen“.

Vor allem dürfte nicht nur Brigitte Macron zur Eröffnungsfeier auf der Seine wieder einen Look von Louis Vuitton tragen. Zahlreiche französische Athleten und Botschafter sollen auf oder neben dem Platz von Dior, Berluti oder eben Louis Vuitton ausgestattet werden. Und die Konkurrenz von Chanel, Hermès oder Saint Laurent wird ihnen das Feld mit millionenschwerem Werbewert sicher nicht vollkommen allein überlassen. Den passenden Spitznamen haben die Spiele jedenfalls bereits: 'Fashion Games'. "

Digitaler Support und Postproduktion kamen von BLINK IMAGING.

CREDITS

Fotos: MAX VON TREU

Director: MAX VON TREU

Model: Tetyana Ruban

Styling Natalie Manchot @Kathrin Hohnberg

HuM: Ana Sanchez-Pena

Production: yours,

digital Support und postproduction für fotos: Blink Imaging

Credits

Director
Max von Treu
Client
Icon
Produktion
yours,
Post Production
blink imaging
Styling
Natalie Manchot
Hair & Make-up
Ana Sanchez-Pena
Fotografie
Max von Treu

Mit dabei

Über Max von Treu

Max von Treu verfolgt einen präzisen, gleichzeitig aber immer neugierigen Ansatz in der Fotografie. Seine Arbeiten sind geprägt von einer starken erzählerischen Bildsprache, die häufig durch filmische Referenzen inspiriert ist.

Kein Wunder – Max hat Film in London studiert, ist weiterhin in diesem Bereich aktiv und verbindet seine fotografischen Projekte regelmäßig mit Arbeiten im Bereich der bewegten Bilder.
Es gelingt ihm, authentische und intime Momente einzufangen, die sich in klaren, grafischen und teils beinahe gemäldeartigen Kompositionen widerspiegeln.
Zu seinen Auftraggebern zählen unter anderem Vogue Ukraine, Puss Puss, mytheresa, Marc O’Polo, someday und Hugo Boss.

 

GoSee : maxvontreu.com

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