Er hat viele Jahre in Paris und London gearbeitet und war 25 Jahre in der Mode unterwegs. Er fotografierte Cover und Editorials für Marie Claire, Vogue Ukraine und Grazia Italia, Harpers Bazaar, L'Officiel, Vogue Gioiello usw. Heute lebt der charismatische Kreative in Berlin - nun hat Markus LAMBERT c/o NERGER M&O seine Liebe zur Still Life Fotografie entdeckt. Wie es dazu kam und was er darin sieht, erzählt er uns exklusiv auf GoSee.
Markus: "Im Frühling war ich mit Freunden im Urlaub in der Toskana. Die Umgebung dort ist natürlich traumhaft – sanfte Hügel, Zypressen, goldenes Licht – aber was mich dieses Mal besonders inspiriert hat, waren die Düfte und Kosmetika, die jeder dabei hatte. Schöne Parfumflakons und luxuriöse Produkte, die mich auf eine neue Idee gebracht haben.
Ich hatte mein Kamera-Equipment dabei und fing an, diese Produkte zu fotografieren. Doch ich wollte mehr – ich wollte die Essenz der Umgebung mit einfließen lassen. Also habe ich begonnen, mit den Elementen der Landschaft zu arbeiten: Wasser, Öl,Sonne , Wasser, Olivenzweige, Blumen – alles, was ich vor Ort fand. Diese Elemente habe ich mit den Produkten kombiniert und so ganz neue Kompositionen geschaffen, in denen das Zusammenspiel von Natur und Luxusprodukten im Mittelpunkt stand. Jedes Bild erzählte eine eigene Geschichte, inspiriert von einzigartigen Atmosphäre.
Aus dieser spontanen Idee ist eine neue Leidenschaft für mich entstanden: Still-Fotografie, bei der ich Objekte mit ihrer Umgebung verschmelzen lasse, um visuelle Geschichten zu erzählen. Dabei arbeite ich mit natürlichen Materialien und Licht, um die Essenz von Produkten und Orten authentisch einzufangen. Es geht mir darum, Produkte in ihrem natürlichen Kontext zu zeigen, ihnen Leben einzuhauchen und sie so zu inszenieren, dass man förmlich spüren kann, wie sie sich anfühlen, riechen oder schmecken.
Meine Arbeit als Fotograf bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Mode-, Beauty- und Still-Life-Fotografie. Letztlich haben all diese Bereiche für mich eine Gemeinsamkeit: Es geht darum, eine visuelle Geschichte zu erzählen, die über die reine Abbildung hinausgeht. In der Mode- und Beautyfotografie arbeite ich oft mit einem bestimmten Color-Code oder einem Thema, aus dem ich eine eindrucksvolle Szenerie aufbaue. Diese Herangehensweise übertrage ich auch auf die Still-Life-Fotografie.
Für mich liegt der Reiz darin, Details zu inszenieren und eine emotionale Verbindung zum Betrachter herzustellen – egal, ob es sich um ein Parfum, ein Kleidungsstück oder ein Gesicht handelt. Ich bin immer nah an der Kamera, nah an der Person oder dem Objekt dran. Diese Nähe erlaubt es mir, feine Nuancen einzufangen, seien es die Textur einer Haut, das Schimmern eines Parfumflakons oder das Spiel von Licht und Schatten auf einem Kleidungsstück.
Still-Life-Fotografie empfinde ich daher fast wie Beautyfotografie: Es geht darum, etwas scheinbar Statisches lebendig wirken zu lassen, indem ich das richtige Licht, die passende Perspektive und die Verbindung zum Kontext finde. Auch bei der Inszenierung von Objekten arbeite ich mit dem Gedanken, ihnen eine Seele zu geben, sie im besten Licht zu zeigen und dem Betrachter ein Gefühl von Schönheit, Eleganz oder Sinnlichkeit zu vermitteln. So entstehen visuelle Geschichten, die eine eigene Sprache sprechen."
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