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GoSee Quest : SCREENings Juror Anton J. Erni, Photo Editor NZZ am Sonntag, 'Stil' & 'Magazin Z' über Shootings, neue Schweizer Designer, seine Zürich Highlights und zu Gast auf der UPDATE 13 in Berlin
PHOTOGRAPHY · 18.09.2013

GoSee Quest : SCREENings Juror Anton J. Erni, Photo Editor NZZ am Sonntag, 'Stil' & 'Magazin Z' über Shootings, neue Schweizer Designer, seine Zürich Highlights und zu Gast auf der UPDATE 13 in Berlin

Gefühlt ist ganz Zürich eine der elegantesten Shoppingmeilen der Welt. Rund um den legendär gelegenen Züri-See findet man alles was Herz - und manchmal Hirn - begehren könnten. Wenn man dann so auf dem zentral gelegenen Bellevue Platz steht, hinter sich den See und vor sich die sogenannte Goldküste - heisst so weil hier die Sonne die Häuser der Schönen und Reichen in abendlich-wärmendem Gold erstrahlen lässt - dann weiss man ab sofort : gleich um die Ecke, hinter der alten Oper, genau dort werden Nachrichten mit Weltgeltung geschrieben und gedruckt. Denn hier sitzt sie, die Redaktion der traditionsreichen Neuen Zürcher Zeitung, kurz NZZ.

Die schönen und zugegbenermassen manchmal ein klein wenig unwichtigeren Dinge des Lebens - darunter das Z Magazin und die STIL Beilage der NZZ am Sonntag - werden ein paar Strassen weiter in Druckform gebracht. Unser Ansatzpunkt, versteht sich. Hier treffen wir Anton J. Erni, Photo Editor NZZ am Sonntag, 'Stil' & 'Magazin Z und SCREENINGS 2013 Juror sowie sein Redaktionsteam.

Das Z MAGAZIN wurde in 2007 lanciert, erscheint acht Mal im Jahr und ist das einzige Schweizer Lifestyle- und Luxus-Supplement mit einer eigenen App. Saisonale Modetrends, Interior und Design, Uhren und Schmuck, Beauty und Auto Specials werden hier für die stilsichere und kaufkräftige Leserschaft aufbereitet. Die Redaktion stellt die Themen zusammen, sucht nach Fotografen die Modestrecken oder Produkt-Shoots umsetzen und beauftragt Illustratoren, die mit ihrer Bildsprache die Luxusgüter visuell ansprechend zu inszenieren verstehen.

So haben für die aktuelle Ausgabe des Magazin zur Lebensart die Stylistin Claudia SCHOLTAN c/o KSTIEGEMEYER und Fotografin Tina LUTHER c/o BIRGIT STÖVER die Herbst-Trends in der Hafencity Hamburg unter die modische Lupe genommen....

Aber zurück zu Anton J. Erni. Geboren im Dezember 1973 in Frauenfeld studierte er nach dem Abschluß einer klassischen Lehre in Zürich an den Kunsthochschulen Basel, Berlin und Zürich. Bevor er 2007 als Fotoredakteur bei der NZZ anheuerte, lebte er seine Leidenschaft für Mode bei Akris, Annabelle, Mistral und Tommy Hilfiger aus. Für GoSee öffnete er nicht nur die Redaktionsräume sondern spendierte uns eine kleine und exklsuvie Führung - und gibt uns für Euch einen Einblick in seine Arbeit...

Du bist Fotoredakteur für Stil & Z Magazin der NZZ am Sonntag. Worin liegt für dich die Herausforderung für die NZZ zu arbeiten?

Die Stil- und Lifestylebeilagen der NZZ sind hochwertige Produkte und unsere Leser setzen sich interessiert und fachkundig mit Lebens- und Stilfragen auseinander. Es ist für mich in erster Linie eine durchweg positive Aufgabe, für diese beiden schönen Hefte Bildmaterial zu recherchieren, zu organisieren und zu produzieren.

War Dir immer schon klar, dass du im Bereich Mode arbeiten möchtest?

Schon als Kind bestimmte ich selber, was ich anziehe. Diese Eigenschaft hat mich bis heute nicht verlassen. somit lautet die Antwort wohl eindeutig ja.

Arbeitet Ihr in der Redaktion eher konzeptionell oder lasst Ihr Euch von Trends leiten? Und wie stellt Ihr die Themen zusammen?

Sowohl als auch. Trends haben genauso ihr Recht darauf vorgestellt zu werden wie auch Konzepte (z.B. "Hochzeit", "Familie" etc.).

Gibt es einen roten Faden oder eine NZZ Stil Handschrift?

Eine Handschrift sehr wohl, einen roten Faden findet man hingegen hoffentlich in jeder einzelnen unserer Geschichten.

Apropos Handschrift – die ist ja sogar in einem Buch festgeschrieben. „Vademecum“ ist der sprachlich technische Leitfaden für alle NZZ Redakteure. Was hat es damit auf sich?

Es ist unser interner Duden, da die NZZ auch heute noch mit einer eigenen Rechtschreibung arbeitet,die durchaus deutlich von der offiziell bekannten Version abweichen kann. So schreiben wir etwa placieren anstelle von platzieren.

Wie oft wirfst Du einen Blick hinein?

Selten, da ich keine Texte verfassen muss.

Was steht immer auf deinem Arbeitstisch - wenn schon nicht das Vademecum?

Ich habe zwei Bildschirme, eine Tastatur, eine Maus, ein Telefonapparat, mein Handy, Wasser und Tee oder mal Kaffee, Seitenpläne und Programme der Magazine, Schreibzeug und – ganz wichtig – ein Radio (seit einem halben Jahr sogar ein internetfähiges).

Du organisierst die Shootings für Eure Modestrecken. Wie wählst Du die Fotografen aus und woher kommt die Mode. International oder auch aus der Schweiz?

Wir fotografieren den grössten Teil hier in der Schweiz. Es kommt aber auch vor, dass wir im Ausland produzieren, zum Beispiel Schmuck- oder Modestrecken. Den Fotografen wähle ich - gemeinsam mit dem AD und Redaktor - je nach Thema des Heftes. Er muss zu unserer Bildsprache passen und uns mit seinem Portfolio überzeugen der Richtige für den Job zu sein. Kontakte finden über alle nur denkbaren Wege statt, sei es durch eigenes Recherchieren, durch einen Stylisten, einen Journalisten, oder auch durch den Fotografen selbst, wenn er uns eine aussagekräftige Mappe zeigen kann. Und nicht zuletzt über GoSee versteht sich.

Zudem spielt bei Euch Illustration eine wichtige Rolle, was uns als Illu-Fans besonders freut. Habt Ihr hier einen Pool an Illustratoren oder kann man sich bei Euch bewerben?

Beides. Wir greifen gerne auf Künstler zurück, welche schon mehrmals für uns gearbeitet haben, ziehen aber auch immer wieder gerne einen Illustratoren an Land, der tolle Arbeiten aufweisen kann.

Macht ihr auch persönliche Termine mit Fotografen, Illustratoren, Agenten – und wenn ja wie laufen die ab?

Natürlich. Meistens ergeben sich Interviewtermine über die Agenten, Fotografen und Illustratoren selbst. Wenn eine konkrete Idee ansteht, laden wir gerne potentielle Kandidaten für ein GoSee ein, um herauszufinden, ob eine Zusammenarbeit grundsätzlich in Frage kommt.

Gibt es neben Akris andere spannende Schweizer Designer oder Mode Brands, die wir im Auge behalten sollten?

Akris ist sicher der bekannteste Name. Es gibt daneben etablierte Designer wie Kazu Huggler und aufstrebende Talente wie Laend Phuengkit, Sandro Marzo und Claudia Zuber, die kann ich Euch und euren Lesern alle wärmstens empfehlen.

Es gibt diverse Ansätze wie die Mode Suisse im Zürcher Schiffbau, die junge Designer vorstellt. Und die Plattform dressed.ch stellt ebenfalls eine ganze Reihe vielversprechender Design-Talente vor. Was sind Deine Lesezeichen-Tipps für unsere GoSee Leser ?

Die Modeschauen der Mode Suisse sind einem Fachpublikum vorbehalten, die Showrooms stehen aber allen offen – auch das lohnt sich! Auch an der Mercedes Benz Fashion Days Zürich zeigen junge Schweizer Designer ihr Können.

Deine Meinung zu Print vs. Online ? Harte Konkurrenz oder belebt das Geschäft?

Online ist ein Medium unserer Zeit, welches zum grossen Teil das Papier ablöst. Beide Medien haben ihre Vor- und Nachteile. Ich persönlich sehe mir aber sehr gerne Bilder auf Papier an und rate den Fotografen, ein Portfolio wenn möglich auch in geprinteter Form zu präsentieren – Papier ist nahc wie vor wertig und beständig.

Im Juni 2012 wurden die Online-Redaktion sowie die Print-Redaktion zusammengeschlossen und die Webseite unter dem Label «Neue Zürcher Zeitung» (nicht mehr wie bisher «NZZ Online») neu lanciert. Nachrichten, die von der Print-Redaktion geschrieben werden, finden sich ab jetzt unmittelbar nach der Fertigstellung auf Eurer Webseite. Seid Ihr zufrieden mit der Entwicklung?

Nein. Die Zusammenlegung ist seit Beginn ein Prozess, an dem wir arbeiten. Dieser ist noch lange nicht abgeschlossen. Es lässt sich noch sehr vieles verbessern und ausbauen. Wir sind dran, aber das kennt Ihr als Online-Medium sicherlich auch.

Absolut. Und letzte Frage : Deine modeaffinen Places to be für Zürich (Läden, Designer, Restaurants, Bars, Pools, …)?

Ich empfehle allen Zürich-Besuchern zum Beispiel ein Frühstück am Samstag morgen im Café "Z am Park", dann einen Spaziergang durch die schöne Zürcher Innenstadt (hier besonders die Kreise 3 und 4) oder einen Besuch bei den Viaduktbögen und Gerolds Garten mit all den tollen Läden, Cafés und Lokalen im Kreis 5. Wenn es mir aber nach einem Drink vor einem auswärtigen Dinner dürstet, setze ich mich immer noch gerne in die Kronenhalle Bar.

Wir von GoSee freuen uns schon jetzt und sehr, Anton J. Erni für unsere diesjährige SCREENings Jury gewonnen zu haben. Trefft ihn persönlich auf der UPDATE 13 im Ritz Carlton Berlin. Und wer dann mehr über Mode aus der Schweiz, das Luxus-Suplement oder die "OBJET DE DÉSIR" Seite erfahren möchte, Anton steht Euch sicher gerne Rede und Antwort.

Credits

Styling
Claudia Scholtan c/o K STIEGEMEYERKim DangElvira Borbély, Virginia-Clara MaissenCarl Ganivet
Hair
Spiri FountoglouTanya KochNicola Fischer
Make-up
Spiri FountoglouDaniela KollerNicola Fischer
Model
Anna, Ophelie RuppKatharina Korbjuhn (Option), Melissa Thur (Scout), Marisa (Visage), Christian Stieger (Option), Sander Nevejans (Independent)Lejla (Option) Ivan (Visage)Agnès Bouille
Illustration
Christina DrejenstamRaffael WaldnerStephanie Wunderlich
Fotografie
Tina Luther c/o Birgit StöverChris Tribelhorn,Amanda Camenisch, Amanda CamenischRaphael JUST c/o AK/KRUSE Artist ManagementGraves, Paul, Paul Graves

Über BIRGIT STÖVER ARTISTS

stöver artists vertritt eine Auswahl hochtalentierter und einzigartig visionärer Künstler, die in den Bereichen Editorial, Werbung und Videografie führende Rollen spielen. Die Agentur bietet ein umfassendes Angebot an Dienstleistungen wie kreative Beratung, Fotoproduktion, Organisation, Casting, Kostenkontrolle und Entwicklung spezieller Projekte.

GoSee : birgit-stoever.de

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