Der Stuttgarter Fotograf Andreas Burz nimmt den Betrachter mit in eine Museums-Welt, die sonst nur Eingeweihten vorbehalten bleibt. Jenseits wohl sortierter Darbietungen in gläsernen Vitrinen, geht er mit seiner Kamera auf Entdeckungsreise. Sein Terrain: das Staatliche Museum für Naturkunde und das Linden-Museum.
Die Ausstellung zeigt mehr als den Blick hinter die Kulissen. Die Objekte erscheinen zeitlos, vor der Vergänglichkeit bewahrt.
Ein ganz und gar eigentümlicher Kosmos. Dabei wird sowohl natur- und kulturwissenschaftlich Wertvolles als auch scheinbar Alltägliches in einen neu geschaffenen Kontext gestellt. So avanciert etwa der nüchtern-funktionale Arbeitsplatz eines Tierpräparators zur Kunst-Installation.
Mit feinen Ornamenten versehene Elefanten-Stoßzähne, Insignien der Macht, zeigen sich dem Betrachter vor einer puren Lagerwand. Authentisch. Nicht inszeniert oder arrangiert. Dennoch mutet das Ensemble mystisch-archaisch an. Die großformatigen Motive geben jene Faszination und Spannung wieder, die das gesamte Projekt während der letzten Jahre begleitet haben.
Fotoausstellung "bewahrt" im Stuttgarter Rathaus
von Andreas Burz
1. März - 12. April 2012
Vernissage
Donnerstag, 1. März 2012, 19.00 Uhr, Rathaus Stuttgart, drittes Obergeschoss, Foyer
