Brücken zwischen Tradition und moderner Technik - Am 12. August 2026 wurde im Kabinettsaal der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg das Werkverzeichnis der Medienkünstlerin Dagmar Varady in Anwesenheit der Künstlerin und des Verlegers Lois Lammerhuber präsentiert. Es dokumentiert erstmals umfassend das künstlerische Werk aus einunddreißig Schaffensjahren von 1993 bis 2024 mit insgesamt 433 Arbeiten.
Die Präsentation fand im Rahmen des Werkverzeichnisprogramms der Kunststiftung Sachsen-Anhalt statt, das die wissenschaftliche Aufarbeitung und langfristige Sichtbarkeit bedeutender künstlerischer Lebenswerke fördert.
Ein Werkverzeichnis ist weit mehr als eine Dokumentation: Es schafft die wissenschaftliche Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Werk einer Künstlerin, bewahrt kulturelles Erbe und macht ein künstlerisches Lebenswerk auch für kommende Generationen dauerhaft zugänglich.
Den Werken von Dagmar Varady liegt das Sammeln von Bildern, Bildfragmenten und Bildzitaten aus unterschiedlichen Quellen, Medien und Kontexten zugrunde. Diese Sammlung bildet ein Gefüge, innerhalb dessen die Künstlerin durch Interaktion und Transfer zugeschriebene Bedeutungen ebenso mehrschichtig öffnet und verschiebt wie sie digitale
Medien und handwerkliche Kunstpraktiken miteinander kreuzt. Wie in einem Laboratorium finden einander fremde Bildelemente zueinander, stellen sich poetische Verwandtschaften ein, werden fluide, veränderliche Bildzustände erzeugt, die sich ihrer Festlegung bis in fiktionale Räume hinein entziehen.
In einem Essay von Cornelia Blume, Kunsthistorikerin und langjährige Kustodin am Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) wird neben der wissenschaftlichen Begleitung besonders der konzeptuelle Ansatz der Künstlerin vertieft.
Dagmar Varady, wurde 1961 in Erfurt geboren, sie lebt und arbeitet in Halle (Saale) und Leipzig. Nach ihrem Studium an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle übte sie seit 1989 Lehrtätigkeiten an verschiedenen deutschen Kunsthochschulen aus. Sie erhielt internationale Stipendien und 2002 den HAP-Grieshaber-Preis der VG-Bild-Kunst Bonn. Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen, u.a.im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), im Metropolitan Museum of Art, im British Museum in London, in der Neuen Sammlung in München. Im Jahr 2025 erhielt Varady den Kunstpreis der Stadt Halle.
Catalogue raisonné 1993 – 2024 Dagmar Varady . Cornelia Blume . Format: 27× 27 cm . Seiten: 228 , Abbildungen: 433 . Deutsch . Hardcover . ISBN 978-3-903462-25-0
€ 59,00
GoSee : edition.lammerhuber.at//catalogue-raisonne-1993-2024


