Zweimonatlich stellt das vielfach ausgezeichnete High-end Magazin A&W Architektur & Wohnen spannende Architektur, luxuriöse Ambiente ebenso wie alternative Wohnlösungen, beeindruckende Gärten und Parks sowie Porträts von Designern und Architekten vor. Produziert werden die bildgewaltigen Reportagen und Strecken von internationalen Fotografen und Autoren eigens für A&W Architektur & Wohnen.
Mastermind des Magazins ist Chefredakteurin Barbara Friedrich. Bereits seit 1999 leitet sie A&W und entwickelte gleichzeitig COUNTRY, das Premium-Magazin für die ländliche Lebensart, das 2013 in A&W reintergriert wurde. Nach ihrem Studium der Kommunikationswissenschaften und Philosophie führte sie ihr Berufsweg als Journalistin durch die Redaktionen von BUNTE, AMBIENTE, VOGUE, Männer VOGUE bis ELLE DECORATION, deren stellvertretende Chefredakteurin sie 1991 wurde. Von 1993 bis 1999 war sie Chefredakteurin von "Zuhause Wohnen".
Wir freuen uns sehr, dass Sie uns in der Jury der GoSee Awards unterstützen. Das Thema Interieur spielt auch bei GoSee eine immer größere Rolle. Einige Fotografen-Agenten haben sich sogar auf diesen Bereich spezialisiert. Was zeichnet gutes Interior-Design bzw. gute Architektur aus? Ein Interior sollte zu den Bewohnern passen, sollte deren Persönlichkeit, Geschmack und Stil spiegeln – und es muss besonders sein, wenn es veröffentlicht werden will. Gute Architektur im Stadtbild darf durchaus markant sein, weil sie vielmals als "Landmark" dient. Aber sie sollte auch der Nachhaltigkeit in jeder Beziehung verpflichtet sein, schon weil sie viele Dekaden lang existiert. Leider auch, wenn sie schlecht oder mittelmäßig ist.
Seit 1997 vergibt die A&W Architektur & Wohnen den internationalen Preis A&W-Designer des Jahres und den damit verbundenen A&W-Mentorpreis für Nachwuchstalente. Hier ist bestimmt eine wahnsinnig umfangreiche Recherche nötig, und ist man nicht auch ein klein wenig ein Kurator, der neue Künstler entdeckt? Unsere A&W-Designer sind in der Regel bereits renommiert, aber klar: Wir als Redaktion bestimmen, wer diesen Preis jeweils bekommt (es gibt keine fremde Jury). Insofern wirkt A&W als Kurator, wir scannen die Designszene und ihre "Helden" sehr aufmerksam.
Die Ausstellung des A&W-Designers findet im Januar in Köln während der Möbelmesse statt. Haben Sie einen Lieblingsort in Köln und wenn ja warum? Für die Ausstellungen hat sich viele Male der Kunstverein als perfekte Location dargestellt. Aber wir überlassen den jeweiligen A&W-Designern des Jahres gern die Wahl eines für ihre Ausstellungsidee geeigneten Raums. Das war auch schon mal eine Galerie, ein Museum oder eine alte Fabrikhalle. Ich persönlich finde das Rautenstrauch-Joest-Museum immer wieder inspirierend.
In der Mode gibt es Trends und No-Go's - was ist beim Interior Design gerade hot und welche Wohnkonstellation geht gar nicht? Im Dauertrend sind Interiors mit starkem Charakter. Beim Wohnen kommt es weniger auf DEN Trend an, als darauf, mit seinem persönlichen Geschmack und Stil die Dinge, die man mag attraktiv zu kombinieren. Und dafür, dass sich Geschmack und Stil ausbilden, dienen Zeitschriften wie A&W. Wir zeigen ja die unterschiedlichsten Wohnstile, weil Konformität und Einrichtung von der Stange langweilig ist – womit auch der zweite Teil Ihrer Frage beantwortet ist.
Als Expertin: Wie kann man sich Ihre Einrichtung zu Hause vorstellen? Modern, viel Design, wenig Deko, aber eine Nashorn-Sammlung.
Und an den Wänden - eher Malerei oder Fotografie - oder gar nichts? Beides.
Haben Sie einen Lieblingskünstler? Seit ein paar Jahren ist das Olafur Eliasson, allerdings kann ich mir von dem nur ein Buch leisten …
Im Rahmen des UPDATE Salons werden sehr viele Portfolios gezeigt. Worauf achten Sie bei der Fotografen-Auswahl für Ihr Magazin? Wenn wir neue Fotografen ausprobieren, schauen wie in ihrem Portfolio, ob wir etwas Überraschendes entdecken, eine besondere Sicht, neue Blickwinkel etc. Wir schauen auch stark auf die Qualität von Porträtfotos, darin sieht man Kunst und Handwerk eines Fotografen ganz gut.
Die A&W berichtet über die beeindruckendsten Kultbauten der großen Metropolen der Welt. Die Rubrik "Kultbau" wird mehrheitlich von Kai-Uwe Gundlach fotografiert. Haben auch andere Fotografen die Chancen hierfür zu produzieren? Das ist schon vorgekommen, aber die besondere Sicht von Kai-Uwe Gundlach ist wie ein Erkennungszeichen für diese Rubrik.
Und welcher Kultbau war bisher Ihr Highlight? Für mich ist immer der aktuellste das Highlight: In der kommenden A&W 5/14 also das „Anzeiger Hochhaus“ in Hannover, ein grandioses Stück Backstein-Architektur vom Hamburger Architekten Fritz Höger aus den späten 20er-Jahren, in dem Mediengeschichte geschrieben wurde: Sowohl „Spiegel“ als auch „Stern“ wurde dort nach dem 2. Weltkrieg gegründet.
Apropos Kultbau. Erstmalig findet unser UPDATE Salon und die GoSee Awards Ausstellung im Berliner Kaufhaus Jandorf statt. Eröffnet wurde das Warenhaus 1904 von Adolf Jandorf an der Brunnenstraße in Berlin-Mitte und war bis 1945 in Betrieb, danach diente es in der DDR als Institut für Modegestaltung. Aktuell buchen Luxusmarken wie Moet & Chandon, Bulgari oder Hugo Boss das Kaufhaus für Special Events. Was fällt Ihnen zu unserer Location ein? Tolle Event-Location! Für unsere Kultbau-Rubrik aber leider schon zu stark entkernt.
Weitere Informationen entlockt man der Chefredakteurin bei einem persönlichen Gespräch auf der UPDATE Berlin. Und natürlich gerne die schönsten Interieur, Fotografie, Landscape ... Fotografien und Serien für die GoSee Awards einreichen. Die Teilnahme an den GoSee AWARDS ist kostenlos. Einfach auf GoSee registrieren, einloggen und uploaden. Schliesslich möchte Barbara Friedrich von der A&W und all die anderen Juroren aus Kreation, Mode, Verlag und Kunst inspirierendes Artwork sehen.
