Franz Mangel ist Fotograf aus Bayern – mit Wurzeln in Regensburg und München und einem Blick, der weit über diese Orte hinausgeht. Als Kind lebte er einige Jahre in den USA, später führten ihn Stationen nach Berlin, New York und Mexiko-Stadt. Heute ist er zurück in der Heimat. Die Kamera war dabei immer mehr als ein Werkzeug – sie ist sein Zugang zur Welt. Ohne sie wären viele Begegnungen nie entstanden, viele Wege nie gegangen worden.
Der Entschluss, Fotograf zu werden, kam früh – ausgelöst durch die erste Begegnung mit den Arbeiten von Henri Cartier-Bresson im Alter von 19 Jahren. Es folgte ein Studium der Cinematografie in Berlin sowie eine Zeit am International Center of Photography in New York. Entscheidend ist für ihn jedoch die kontinuierliche Praxis: Kreativität entsteht im Sehen, im Erleben, im ständigen Unterwegssein.
Im Zentrum seiner Arbeit stehen Menschen. Keine Inszenierung um ihrer selbst willen, sondern echte Begegnungen. Sein Fokus liegt draußen, auf der Straße – dort, wo das Leben ungefiltert passiert. Chaos ist dabei kein Hindernis, sondern Teil des Prozesses. Denn genau in diesen Momenten entstehen Bilder mit eigener Haltung.
"I want to make necessary images. Images that help one understand another person. Images that one cannot forget once they've seen them." Franz Mangel
Sein Stil lässt sich in drei Worten fassen: Sehnsucht, Liebe, Poesie. Eine emotionale Tiefe, die leise funktioniert – und gerade dadurch wirkt.
Franz Mangel fotografiert nicht, um Antworten zu geben, sondern um Fragen sichtbar zu machen, die sonst ungehört bleiben.