Bis 3. Mai 2026 zeigt die Julia Stoschek Foundation Berlin eine der bislang umfangreichsten Einzelausstellungen des britischen Künstlers und Turner-Preis-Gewinners Mark Leckey. Auf drei Etagen sind über 50 Arbeiten zu sehen – von frühen Schlüsselwerken aus der Julia Stoschek Collection bis hin zu neueren Arbeiten.
Leckey verbindet Pop- und Jugendkultur mit mittelalterlicher Bildsprache, religiöser Ikonografie und der Frage nach der Macht von Bildern. Immer wieder tauchen Motive von Verletzlichkeit, Ekstase und Transformation auf: der Dancefloor als Fluchtort, der urbane Raum als Erinnerungsarchiv, der Körper als Resonanzfläche für Medien, Technologie und Begehren.
Die Ausstellung verbindet ikonische Videos wie Fiorucci Made Me Hardcore (1999), Leckeys prägendes Porträt britischer Rave-Kultur, mit späteren Werken wie Cinema-in-the-Round (2006–08), das 2008 mit dem Turner Prize ausgezeichnet wurde. Im Zentrum stehen Pop- und Jugendkultur, soziale Klassen, Medienbilder und der technologische Wandel von den 1970er-Jahren bis heute.
Die Julia Stoschek Foundation zählt international zu den wichtigsten Institutionen für zeitbasierte Kunst und Medienkunst und bietet mit ihrer Berliner Ausstellungspraxis einen präzisen Rahmen für komplexe, raumgreifende Arbeiten wie die von Mark Leckey. jsfoundation.art