Das Theater Bremen stellt das Programm für 2019/20 vor und für das Spielzeitheft fotografierte ESTHER HAASE das Ensemble, Tänzer und Darsteller backstage. Die in London und Hamburg lebende Künstlerin schnuppert allerdings nicht zum ersten Mal Theaterluft. Denn vor ihrer Karriere als Fotografin absolvierte sie eine Ballettausbildung und arbeitete zwei Jahre als Tänzerin am Bremer Theater am Goetheplatz, bevor sie das Rampenlicht gegen das Blitzlicht eintauschte. Von ihren Erfahrungen als Tänzerin profitierte sie auch die Fotografin.
'Man sagt mir ja nach, ich tanze mit der Kamera. Meine Shootings sind Inszenierungen, wo ich mit Musik arbeite, mit Licht, mit Bühne – also meine Location ist meine Bühne. Und mein Licht setze ich beispielsweise auch so, dass sich das Model im Set frei bewegen kann,' so die Fotografin im Interview. Das Video anbei zeigt einen kleinen Einblick in das Fotoshooting mit dem Ensemble (Danke an Chriss Bieger für den Trailer, die Musik: Aretha Franklin „I say a little prayer“).
Michael Börgerding, Theaterdramaturg und Generalintendant in Bremen über die Zusammenarbeit „Mein Leben ist ein Tanz mit der Kamera durch die Welt“, hat Esther Haase einmal gesagt. Man denkt über den Satz nicht lange nach, wenn man einmal erlebt hat, dass Esther Haase bei ihren Shootings sich tatsächlich wie eine Tänzerin über das Set bewegt. Diese Leichtfüßigkeit und ihre Disziplin hat sie aus ihrer Ausbildung zur Balletttänzerin mitgenommen. Getanzt hat sie tatsächlich hier am Theater Bremen – bevor sie ihr Studium an der HfK aufnahm. Das ist schon ein bisschen länger her und seitdem hat sie ganz andere Bühnen gesehen und viele, viele Models und Prominente vor der Kamera gehabt. Esther Haase ist ein internationaler Star der Modefotografie – und trotzdem hat sie nicht gleich Nein gesagt, als ich sie gefragt habe, ob sie sich vorstellen könne, unser Ensemble zu fotografieren. Eine ausgiebige Theaterführung für die gesamte Familie Haase (samt Eltern, Schwester und erwachsener Tochter) über Weihnachten und schließlich mein etwas tollkühnes Versprechen, dass wir das alles hätten, was sie für ihre Arbeit braucht, Räume, Kostüme, Requisiten, Licht, Visagistinnen, Ankleiderinnen, Assistentinnen, Projektleiterinnen und vor allem wunderbare und mutige Sängerinnen, Tänzerinnen und Spielerinnen, ließen aus der Idee eine Verabredung werden. Zehn intensive Tage ist Esther Haase mit ihrer Kamera durch dieses Haus getanzt, umgeben von einem Team aus dem Theater, das – so kam es mir vor – für sie alles getan hätte. Sie hat so viele Menschen verführt und beglückt, wie ich es selten erlebt habe, und sie hat mit unserem Ensemble 46 überraschende Geschichten gefunden, erfunden, in Szene gesetzt und festgehalten in einem Bild. Großes Theater und ein Geschenk. Dankeschön, liebe Esther!
Konzeption und Fotos: Esther Haase, Studioleitung : Stella Mercédès Schwarzer,  Assistent: Axel Heumisch, Projektleitung: Anne Sophie Domenz, Farina Holle, Ausstattung: Elena Melissa Stranghöner, Vivien Hohnholz, Beleuchtung: Axel Heumisch, Christian Kemmetmüller, René Rönitz, Deaa Maluof, Bildbearbeitung: Elektronische Schönheit, Kostümabteilung: Claudia Hartmann, Bente Matthiesen, Maskenabteilung: Anette Wahl, Begleitvideo: Chriss Bieger, Stefan Walkowiak ... Großer Danke geht an alle beteiligten Maskenbildnerinnen, Ankleider*innen und Requisiteur*innen!