Die historische Stadt Kashan, gelegen am Rande der Wüste drei Autobahnstunden südlich von Teheran, entwickelte sich innerhalb der vergangenen Jahre zu einem beeindruckenden, neuen Zentrum für internationale Fotografie im Iran, über dessen Umfang und Bedeutung in Deutschland so gut wie keine Kenntnisse bestehen.
In alten historischen Gebäuden entstanden gleich drei Häuser für zeitgenössische Kunst: 2019 House of Steve mit ikonischen Bildern des Magnum Fotografen Steve McCurry, 2020 in einer alten Seidenfabrik das Galeriehaus Hasht Cheshmeh Art Space als Ausstellungsort für junge Kunst sowie House of Lucie, welches im Frühjahr 2022 mit annähernd 600 Fotografien von mehr als 150 Fotografinnen und Fotografen eröffnete.
Das House of Lucie ist eine der bedeutendsten fotografischen Einrichtungen der südlichen Hemisphäre. Trotz der schwierigen Bedingungen aufgrund der US amerikanischen Sanktionen entstehen derzeit in Kashan zwei weitere Museen für zeitgenössische Kunst sowie persische Kaligrafie der iranisch-britischen Kunstsammlerin Homa Zarabi, die bereits vor einigen Jahren ihre Kunstbuchsammlung als öffentliche Bibliothek stiftete. Die Leitung dieser drei genannten Projekte obliegt Hassan und Hossein Rowshanbakht.
mohit.art : "With ‘This Is Not a Suitcase’, Khaneye-Ma Art Residency and Baten Art Gallery were the third and fourth venues in Iran to show ‘A Selection of Photobooks from Deutscher Fotobuchpreis 2021/22’ – the award was already established around 50 years ago as a tribute to the important role of the medium photobook. The suitcase will continue to travel to Padiav Home, Yazd, and possibly further cities in Iran. mohit.art is honored by the invitation of Hasht Cheshmeh Art Space, Kashan; Emkan Gallery, Tehran; Khaneye_Ma Art Residency, Kerman; Baten Art Gallery, Sirjan; and Padiav Home, Yazd, to present photobooks from Germany and Europe in Iran."
Die beiden Brüder Rowshanbakht, 1991 in Kashan geboren, studierten Architektur und Fotografie und arbeiten seit 2017 als Lehrbeauftragte, Kuratoren und Architekturentwickler in Kashan und Teheran. In Kooperation mit mohit.art und Emkan Gallery Teheran zeigten sie eine Auswahl des Deutscher Fotobuchpreis 2021/22 im Dezember 2021 in Kashan. Derzeit wandert die Ausstellung durch weitere iranische Städte.
Der Deutscher Fotobuchpreis besteht seit 1975 als jährlicher Wettbewerb und wurde seit 2017 von der Hochschule der Medien Stuttgart ausgerichtet. Unter mehr als 200 Einsendungen deutschsprachiger Verlage sowie neuerdings auch Projekten von Künstler*innen im Selfpublishing prämiert eine hochkarätige Jury die besten Bücher. Seit 2011 werden die prämierten Fotobücher im Rahmen einer Sonderausstellung im Kölner Forum Fotografie gezeigt.
Dr. Bernd Fechner, Fotoexperte und Kulturveranstalter, ist gemeinsam mit Hannah Jacobi Initiator von mohit.art, dem transnationalen Netzwerk, das Projekte der zeitgenössischen Kunst aus Iran und Deutschland sowie in den Nachbarländern des Nahen und Mittleren Ostens und ganz Europa sichtbar macht, initiiert, unterstützt und begleitet.
This Is Not a SuitcaseA Selection of Photobooks from Deutscher Fotobuchpreis 2021/22
Presented by mohit.art and Khaneye_Ma Art Residency, Kerman, in cooperation with Baten Art Gallery, Sirjan, and Padiav Home, Yazd.
The exhibition is on display at Padiav Home, Yazd, 24 June – 1 July, 2022 – Address: No. 26, First Alley, Imam Husayni Alley, Hoseyniyan Alley, Imam St., Yazd, Iran
Past exhibitions:
13 – 26 May, 2022 at Khaneye_Ma Art Residency, Kerman
27 May – 2 June, 2022 at Baten Art Gallery, Sirjan
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