Während die Welt sich in Paris für die Paralympischen Spiele versammelt und Athleten in 23 Disziplinen gegeneinander antreten, startet OTTOBOCK eine symbolische neue Disziplin. In dieser „Unofficial Discipline“ treten Menschen mit Behinderungen tagtäglich unfreiwillig an. Es geht um „Wettkämpfe“ im Alltag: defekte Aufzüge, fehlende Rampen, Treppen, Kopfsteinpflaster, schmale Türen, … und auch Vorurteile, gegen die sie sich wehren müssen. Solche Herausforderungen sind für die meisten Menschen unsichtbar. Die von Ottobock gestartete Initiative wird vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) unterstützt.
Während der Paralympischen Spiele in Paris macht Ottobock, zusammen mit der Kreativagentur PRESENCE, die „Unofficial Discipline“ zum Gesprächsthema – mit Plakaten, Postern und Videoprojektionen an öffentlichen Plätzen in Paris. Headlines, wie diese sorgen für Aufmerksamkeit: Can we break the record for breaking barriers? / You can’t rise to the top in a broken elevator. / Inaccessibility won’t make it to the finish line. Eine Subline und ein QR-Code laden dazu ein, mehr über die Mission der Kampagne für Barrierefreiheit zu erfahren. Die Botschaften werden strategisch an schwer zugänglichen Orten platziert, wo es Barrieren für Menschen mit Einschränkungen gibt, ebenso wie auf Plakatwänden in der Metro und an beliebten Touristenattraktionen. Für die „Unofficial Discipline“ wurde ein eigenes Piktogramm entworfen, dass in allen Assets der Initiative genutzt wird.
Darüber hinaus erwecken mehr als 20 paralympische SpitzensportlerInnen und 50 MarkenbotschafterInnen von Ottobock die inoffizielle Disziplin zum Leben und bringen sie in die digitale Welt. Unter dem Hashtag #UnofficialDiscipline teilen Persönlichkeiten aus der ganzen Welt ihre Herausforderungen im Alltag über Instagram und TikTok. Sie rufen ihre Follower zum Austausch und Teilen von ähnlichen Momenten auf, so dass eine Social-Media-Bewegung entsteht. Darunter sind Stars der Para-AthletInnen-Szene wie Ezra Frech, US-amerikanischer Weltrekordhalter im Hochsprung, der Para-Leichtathlet Léon Schäfer aus Deutschland, der bereits mehrere Welt- und Europameistertitel gewonnen hat, sowie Samantha Kinghorn, Rollstuhlrennfahrerin und Goldmedaillen-Gewinnerin aus Großbritannien, und viele weitere.
„Unser Ziel ist, die Barrieren im Alltag von Menschen mit Behinderungen für alle sichtbar zu machen“, sagt Martin Böhm, Chief Experience Officer bei Ottobock. „Paris ist dabei nur der Anfang. Die Kampagne wird bald auf andere Städte in Europa und den USA ausgeweitet. Wir sind uns bewusst, dass unsere Mission, Barrieren abzubauen, kein Sprint ist, sondern ein Marathon.“
Die neue Disziplin ist zwar nicht offiziell, aber sie ist real. Es geht nicht um Medaillen oder Rekorde, sondern um das echte Leben. Der Wettkampf findet auf Straßen statt, in U-Bahnen, Büros und Cafés weltweit. „Die ‚Unofficial Discipline‘ ist mehr als nur eine symbolische Geste. Sie ist ein Aufruf zur Veränderung, ein Weckruf für eine inklusivere Welt. Damit Menschen mit einer Behinderung ihr Leben so leben können, wie sie es möchten“, sagt Martin Böhm. „In dieser Disziplin können wir nur gewinnen, wenn wir sie gemeinsam abschaffen.“
„Die große Unterstützung für die Initiative seitens der Para-Athlet:innen zu sehen, ist großartig – das gibt der Idee nochmal einen Extra-Push“, so PRESENCE CCO Lucas Schneider. „Die globale Bühne der Paralympics in Paris zu nutzen, um ein so wichtiges Anliegen zu platzieren, macht uns aus sozialer, wie kreativer Sicht glücklich.“
CREDITS
Ottobock: Hannah Grempe, Martin Wider, Jan-Alexander Wahl
Konzept und Kreation: PRESENCE
Kreation: Alena Boack, Lucas Schneider, Lukas Rohde, Malte Bülskämper, Manfred-Elias Knorr, Tom Staples
Strategie: Fanny Riegel, Gustavo Kievel
Account: Dina Dedic, Nina Ivanova
Producer: Marina Präger
Fotograf: Julien Barbès
Regisseur: Alex Göcke
Produktion: BWGTBLD
Website Rollout: ctrlQS
Media: Hungriger Hirsch