Für die 28. Ausgabe von Paris Photo bringen Florence Bourgeois (Director) und Anna Planas (Art Director) frischen Wind in die Messe: Der Fokus liegt auf einer stärker kuratierten Architektur, einer globaleren Ausrichtung und einer breiteren Definition von Fotografie als offenes, interdisziplinäres Medium.
Das Herzstück bildet erneut das Grand Palais, wo etablierte Positionen und aufstrebende Stimmen im Rahmen der kuratierten Bereiche aufeinandertreffen. Das erweiterte „Voices“-Programm bringt großformatige Serien, Videoarbeiten und installative Ansätze zusammen – und öffnet den Diskurs über Fotografie als grenzenloses Medium zwischen Kunst, Mode, Performance und Technologie.
Besonders prägend in diesem Jahr: der Digital Sector, der Paris Photo zur ersten großen europäischen Messe macht, die sich intensiv mit den Welten von Algorithmen, Netzwerken und maschinellem Sehen auseinandersetzt – nicht als technische Spielerei, sondern als integralen Bestandteil zeitgenössischer Bildproduktion und -verbreitung.
Über vier Tage hinweg bringt das Conversations-Programm Künstler:innen, Theoretiker:innen, Kritiker:innen und Praktiker:innen zusammen. Diskutiert werden Themen wie What is a feminist picture?, Art, AI and Agency in Flux oder When Fashion Becomes Art. Diese inhaltliche Tiefe verwandelt die Messe in etwas weit Größeres: eine Gemeinschaft und einen Denkraum, der auf die kulturellen und technologischen Fragen unserer Zeit reagiert.
"The fair remains in perpetual motion, always on the lookout for the latest trends and rediscoveries of an art that will soon celebrate its bicentennial. This permanent monitoring makes Paris Photo a great moment of crystallization." Anna Planas
"Paris Photo takes its mission of transmission very seriously: last year, we created an interactive educational space dedicated to children’s photo books, co-produced by the Institute for Photography and Photo Elysée. This year, Michel Poivert, in partnership with the International College of Photography of Greater Paris, has conceived a mediation space around the notion of the darkroom. A project activated throughout the fair, which will continue in the auditorium of the Grand Palais for a lecture accessible to all, in partnership with the Sorbonne University." Florence Bourgeois
Mit rund 180 Galerien, 43 Verlagen und 60 Neuzugängen versammelt Paris Photo 2025 eine beeindruckende Vielfalt an Positionen. Der kuratorische Faden des Jahres steht unter dem Zeichen von Beziehungen und Verwandtschaften – zwischen Künstler:innen, Generationen und Medien. Auch die Verbindung zwischen historischer Fotografie und zeitgenössischen Ansätzen zieht sich als roter Faden durch die Messe.
Paris Photo 2025 rückt weg von der klassischen Messeform hin zu einem reflektierten Plattform-Charakter: Es geht nicht nur um das Sammeln neuer Arbeiten, sondern um Fragen wie Herkunft, Zugang und Zukunft der Fotografie. Wer Fotografie heute im globalen und medialen Wandel verstehen will, findet hier ein ideales Forum.
PARIS PHOTO
13–16 November 2025 - Grand Palais