PRESENCE Studios ist eine junges, innovatives Creative Studio, das im letzten Jahr als Spin-Off von David + Martin in Berlin und New York gegründet wurde und die Welten der (Pop-)Kultur und Werbung verschmelzen möchte. Es legt besonderen Fokus auf Disziplinen wie Kunst und Musik, um in diesen Bereichen authentisch und relevant zu agieren.
Unter der Leitung von Dina Dedić, Fanny Riegel, Lucas Schneider und Malte Bülskämper hat das Studio schnell an Profil gewonnen. Zudem ist das Advisory Board von PRESENCE divers besetzt und umfasst Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Wirtschaft. GoSee stellt Euch das Creative Studio PRESENCE mit aktuellen Kampagne und einem Interview mit Founding Partners & Managing Directors Malte Bülskämper & Lucas Schneider vor.
Gegründet wurde PRESENCE im letzten Jahr als Spin-Off von David + Martin in Berlin und New York. Was habt Ihr seitdem erreicht beziehungsweise was unterscheidet Eure Arbeit von der einer klassischen Werbeagentur?
Malte & Lucas : Jetzt gerade, während wir dieses Gespräch führen, ist eine extrem aufregende Zeit für uns: denn es sind in den letzten Tagen gleich drei Kampagnen von uns live gegangen. Unsere Initiative „The Unofficial Discipline“, die wir zusammen mit OTTOBOCK für die Paralympics in Paris entwickelt haben, liegt uns sehr am Herzen und hat in den letzten Tagen eine große Welle positiver Reaktionen und Unterstützung ausgelöst, was uns wahnsinnig freut. Zeitgleich sind Arbeiten für die SNIPES Brands K1X und KARL KANI rausgekommen, die wiederum ganz andere Facetten haben und somit zeigen, in welchem Spektrum wir uns bewegen können.
Der Unterschied zu einer klassischen Agentur liegt darin, dass wir einen starken Fokus auf die kulturelle Relevanz unserer Arbeiten setzen und dass wir als Creative Studio auch viele Dinge tun, die Agenturen in der Regel nicht machen: wir kuratieren Kunstaustellungen, veranstalten Film-Screenings, veröffentlichen „Outsights“, eine Serie von Beobachtungen kultureller Phänomene und wir arbeiten in einem Raum, der sich eher wie eine Galerie anfühlt als wie das Büro einer Werbeagentur.
Wieviel Berlin und wieviel New York steckt in Presence? Und wie gross seid Ihr mittlerweile?
Malte & Lucas : In Berlin sind wir aktuell 10 Leute fest im Team und das fühlt sich richtig an, ein Jahr nach der Gründung. Im weiteren Verlauf dieses Jahres werden wir aber noch mehr Verstärkung bekommen. Und natürlich haben wir durch David+Martin ein Powerhouse im Hintergrund, das uns in vielfacherweise supportet und das beinhaltet unter anderem auch mal personelle Verstärkung. Da hilft es auch, dass David+Martin ja ebenfalls in Berlin einen Sitz haben. Über diesen Rückhalt sind wir sehr dankbar. Und über die Entwicklung in New York dürfen wir aktuell noch nicht viel sagen, nur so viel: es hat u.a. mit US-amerikanischen Kunden zu tun, und da ist es eine große Hilfe, in den USA auch ein Office zu haben.
Die Ausrichtung in Disziplinen wie Kunst und Musik ist Euch wichtig. Malte betreibt neben der Agenturarbeit das Kunstprojekt studio-talks.com (IG: @studio__talks). Und Euer Advisory Board setzt sich aus namhaften Gatekeepern aus Kunst, Kultur und Wirtschaft zusammen, wie Galerist Bene Taschen, Herbert Hoffmann von HighSnobiety, Schauspielerin Lary oder Bernhard Mogk von der ESL Faceit Group - wie erfolgt hier die Zusammenarbeit?
Malte & Lucas : Wir sind mit dem Board im regelmäßigen Austausch, besuchen uns und zeigen uns gegenseitig, woran wir gerade arbeiten. Dadurch kommt es immer wieder zu spannenden Anknüpfungspunkten und es ergeben sich viele und starke Synergien. Wir – und damit auch die Marken und Unternehmen, für die wir arbeiten – profitieren sehr von dem Wissen und den Verbindungen der Board Member. Das beinhaltet auch Kontakt zu Künstlerinnen und Künstlern, Zugang zu Communities, zu Veranstaltungen und zu einem tiefergehenden Wissen, was auch wichtig ist für die Glaubwürdigkeit in den verschiedenen kulturellen Bereichen.
Anfang des Jahrs habt Ihr Jägermeister als Kunden gewonnen, die ihre Verbindung zur Kultur-, Musik- und Nightlife-Szene noch stärker ausbauen möchte. Helfen soll das ‚zeitgeistige Mindset von PRESENCE diejenigen Marken-Facetten zu zeigen, die uns in den Subkulturen Kredibilität verschaffen‘ so Jägermeister. Ist man als junge Agentur hier beweglicher, die richtigen Communities für die Kunden zu erreichen oder wie geht ihr hier vor?
Malte & Lucas : Da kommen sicher verschiedene Aspekte zusammen. Zum einen haben wir ein agiles Team und sind sehr beweglich. Zum anderen haben wir um uns herum ein starkes Netzwerk von Menschen, die ihre jeweiligen Communities und Subkulturen extrem gut kennen.
Das ist auch ein Grund, warum wir das von dir schon angesprochene Advisory Board haben: sie haben Anteile am Unternehmen, also echtes Commitment und bringen in ihrem jeweiligen kulturellen Feld eine Expertise mit, die gewöhnliche Werbeagenturen nicht haben. Und nicht zuletzt haben wir Leute im Team, die Teil der Kulturszene sind, die eine große Diversität mitbringen und viel Neugierde. Es hilft auch, dass sie Teil der GenZ sind und nicht nur versuchen, diese zu verstehen. Generell kann man sagen: wir schauen nicht von außen drauf, sondern sind ein genuiner Teil der Kultur.
Aktuell macht die Mutteragentur David + Martin wegen ihrer Umbaupläne von sich reden. Seid ihr davon betroffen oder beeinflussen diese Pläne Eure Agentur oder Arbeit?
Malte & Lucas : David+Martin zeichnet sich ja von jeher durch eine große Dynamik aus, dass ist auch Teil der Unternehmenskultur und Teil der DNA der beiden Gründer, David und Martin, und Motor für den Erfolg. Beobachten, Anpassen, Wandeln, immer progressiv und viel Druck nach vorne. Wir sind in allen Punkten immer früh im Bilde, diskutieren vieles gemeinsam und die beiden haben immer als Ziel, die Gruppe stärker zu machen. Dabei ist das Thema Kultur, also das Miteinander und der Umgang mit Team und Marken, für die man arbeitet, zentraler Angelpunkt. Durch das nun klarere Profil bei David+Martin als digitale und technologisch ausgerichtete Kreativagentur mit einem zentralen Leitbild, statt unterschiedlichen Ausprägungen je nach Standort, profitieren auch wir, da wir, wie schon vorher beschrieben, uns anderen Themen widmen und uns den Ball immer gut zuspielen können.