Fire Island ist weit mehr als ein Strand vor den Toren New Yorks. Seit fast einem Jahrhundert ist die schmale Insel Rückzugsort, Sehnsuchtsort und kreativer Kosmos für Generationen von Künstlern, Fotografen und queeren Kreativen aus aller Welt. Mit 'Fire Island Art: 100 Years' erscheint nun ein umfassender Bildband, der die visuelle Geschichte dieses Ortes dokumentiert.
Der von John Dempsey herausgegebene Band spannt den Bogen von den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart und vereint ikonische Arbeiten ebenso wie selten gezeigtes Archivmaterial. Zu den vertretenen Künstlern zählen u.a. Richard Avedon, Paul Cadmus, David Hockney, Peter Hujar, Robert Mapplethorpe und Andy Warhol. Gleichzeitig richtet das Buch den Blick auf weniger bekannte Positionen sowie auf eine neue Generation zeitgenössischer Künstler wie TM Davy, Nicole Eisenman, Lyle Ashton Harris, Doron Langberg oder Salman Toor, die die künstlerische Renaissance Fire Islands in den vergangenen Jahren geprägt haben.
Neben über 300 Seiten mit Fotografien, Kunstwerken und historischen Dokumenten versammelt 'Fire Island Art: 100 Years' Essays namhafter Autoren sowie Interviews mit Lola Flash, Pamela Sneed und Wolfgang Tillmans. Ergänzt werden diese durch historische Texte wie Frank O'Haras Gedicht A True Account of Talking to the Sun at Fire Island sowie Auszüge aus Andy Warhols legendären Diaries.
Die Berliner Buchpremiere findet am 24. Juli 2026 um 18:30 Uhr bei BETWEEN BRIDGES Ursuppe statt. Im Gespräch treffen Herausgeber John Dempsey und Künstler AA Bronson aufeinander und sprechen über Fire Island als künstlerischen, historischen und kulturellen Ort. Das Event fällt bewusst auf das Christopher Street Day-Wochenende in Berlin und bildet zugleich den Abschluss der aktuellen Ausstellung von Jochen Klein, die an diesem Abend ebenfalls geöffnet ist.
'Fire Island Art: 100 Years' erscheint bei The Monacelli Press (304 Seiten, Hardcover) und dürfte sich schon jetzt zu einem neuen Standardwerk über einen der bedeutendsten Orte queerer Kunst- und Fotografiegeschichte entwickeln.
Adalbertstraße 43, 10179 Berlin
Entrance via Adalbertstraße 44