"Was bleibt, wenn alles ins Wanken gerät? Vielleicht: ein Blick, ein Gesicht, ein stiller Moment der Würde. Anfang des Jahres war ich mit Action Medeor im Süden der Ukraine unterwegs, einer globalen Notapotheke, die seit 60 Jahren Menschen mit lebenswichtigen Medikamenten versorgt.
Zwischen Odessa, Mykolajiw und den umliegenden Dörfern entstanden Fotografien, Filmaufnahmen – und Begegnungen, die bleiben. Entstanden ist ein 11-minütiger Film: ‘Faces of Ukraine – a roadtrip’. Er ist eine leise Reise durch eine verletzliche, aber würdevolle Gegenwart," so der Berliner Fotograf und Director Frank SCHEMMANN, der sein Projekt auf GoSee vorstellt.
"Ich war in einem "safe-space" unterwegs, deswegen sind die Menschen ohne Misstrauen, mit einem bemerkenswerten Stolz auf mich zu gegangen. Und mit einer Haltung, die zeigt: Seht her, was uns für ein Unrecht widerfährt. Ich freue mich, wenn ihr euch Zeit für den Film nehmt. Und ihn vielleicht teilt – mit Menschen, denen Würde und Sichtbarkeit genauso wichtig sind wie mir.“
Frank weiter zu GoSee: „Es war eine sehr intensive Woche – voller Eindrücke, Begegnungen und Emotionen. Was bleibt, ist die unglaubliche Gastfreundschaft der Menschen, ihre Haltung, ihre Zivilcourage. In einer Jugend- und Kinderbetreuung, kaum zwanzig Kilometer von der Frontlinie entfernt, trafen wir zwei 18-jährige Mädchen aus Deutschland, die dort ein dreimonatiges Praktikum machen. Und die Kinder … manche laut und wild, als wollten sie die ständige Bedrohung einfach übertönen, andere still und mit einem Blick ins Leere. Es wird viel geweint – aber auch viel gelacht. Vielleicht ist genau das die einzige Möglichkeit, auszuhalten, dass der Krieg längst Teil des Alltags geworden ist.“
Dieser 10-minütige Film ist kein klassischer Bericht. Er ist eine leise Reise durch eine verletzliche, aber würdevolle Gegenwart: Portraits statt Schlagzeilen, Fahrten durch Landschaften und zerstörte Orte. Eine Stimme, die erzählt – ohne zu erklären. Musik, die trägt, aber nicht drängt.