Audio Branding wird von Markenverantwortlichen als wirkungsvolles Instrument wahrgenommen – sein strategisches Potenzial wird jedoch noch immer unterschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Berliner Audio-Branding-Agentur why do birds, für die Marketing- und Design-Führungskräfte aus internationalen Unternehmen befragt wurden.
Im Rahmen der Untersuchung führte why do birds ausführliche Interviews mit Markenverantwortlichen aus unterschiedlichen Branchen und Ländern, die bereits erfolgreich Audiomarken aufgebaut haben. Dazu gehören Unternehmen wie Telekom, UBS, Vodafone, MediaMarkt, FAZ oder Bayer. Ziel war es, besser zu verstehen, wie Audio Branding heute in der Markenpraxis erlebt, bewertet und eingesetzt wird.
„Audio ist ein sehr starkes Merkmal für eine Marke – teilweise auch schneller zu rezipieren als visuelle Signale. Das wollten wir angesichts der zunehmenden Anzahl von audiovisuellen Kanälen und Social Media Content nicht liegen lassen.“ – Sascha Glock, Manager Brand Marketing & Strategy, MediaMarkt
Über alle Gespräche hinweg zeigte sich ein klares Bild: Sound verleiht Marken Tiefe, emotionale Qualität und Wiedererkennbarkeit. Gleichzeitig wird Audio im Vergleich zum Visuellen häufig nachgeordnet behandelt oder erst spät in Markenprozesse eingebunden.
Viele der Befragten beschreiben Audio Branding als wesentlichen Bestandteil der Markenidentität. Besonders deutlich wird dies dort, wo neue Touchpoints entstehen – etwa in digitalen Kanälen und Produkten oder rein auditiven Interfaces. Gleichzeitig berichten viele von Unsicherheiten im Umgang mit Sound, da Sprache, Referenzen und Erfahrungswerte im Audio-Bereich oft fehlen.
„Menschen sind nicht gewohnt, in diesem Medium zu arbeiten. Wenn drei Audio-Logos präsentiert werden und keines überzeugt dich, dann beginnen Selbstzweifel.“ – Clinton Marrs, Global Marketing Manager, Lenovo, ehemals Brand Design, ASUS
Die Studie zeigt außerdem: Audio Branding ist heute deutlich etablierter als noch vor einigen Jahren. Mit der wachsenden Bedeutung steigt jedoch auch der Anspruch an echte Spezialisierung und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Marken suchen Agenturen mit Verständnis für die Marke und der Fähigkeit, diese strategisch in Sound zu übersetzen.
Ein weiteres zentrales Ergebnis: Die langfristige Implementierung eines Brand Sounds ist oft die größte Hürde für Unternehmen.
„Mindestens 50 % der Herausforderung ist nicht das Erschaffen, sondern das Implementieren.“ – Sven Theobald, Brand & Global Squad Lead, Bayer
Konsistenz im Alltag, fortwährende Schulungen der Content-Teams und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Brand Sounds werden als entscheidende Erfolgsfaktoren genannt.
„Ein Corporate Sound muss einer stetigen Weiterentwicklung unterworfen sein.“ – Yamina Grossmann, Head of Marketing, FAZ
Mit Blick auf den Einsatz künstlicher Intelligenz sehen die Befragten großes Potential – vor allem in der frühen Phase des Prozesses und als unterstützendes Werkzeug in der Implementierung. Zugleich wird deutlich, dass KI kein generischer Ersatz für die kreative und strategische Zusammenarbeit im Audio-Branding-Prozess sein kann.
Aus Sicht von why do birds bestätigt die Studie eine grundlegende Annahme: Audio Branding schafft Markenwert – wenn der Sound strategisch eingebunden, intern akzeptiert und langfristig gepflegt wird. Audio Branding ist kein Jingle und kein Dekoelement, sondern ein lebendiger Teil der Markenidentität.
„Die Studie zeigt: Marken werden längst nicht mehr nur gesehen, sondern auch gehört. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen noch am Anfang, wenn es darum geht, diese akustische Chance intelligent zu nutzen.“ Alexander Wodrich, why do birds, Managing Director
why do birds ist eine der weltweit führenden Audio-Branding-Agenturen mit Sitz in Berlin. 30 Mitarbeitende aus den Bereichen Beratung, Musikproduktion, Motion- und Service-Design entwickeln auditive Markenerlebnisse für Kunden wie Deutsche Bahn, LBS, BVG, Ferrari, Gore-Tex, AOK oder UBS.