Durch die Magie von 33 Bilderzählungen in 2000 Fotografien auf bis zu 280 m² großen Leinwänden verwandelten sich die Gärten, Gässchen und Plätze von Baden zum dritten Mal in Folge in eine „Bilder-Stadt“. Der öffentliche Raum wurde unter dem Motto IM OSTEN VIEL NEUES zum Szenenbild für ein Gesamtkunstwerk und zu Europas größter Open-Air-Galerie. Das Rekordergebnis lässt optimistisch in die Zukunft blicken, 2021 unter dem Festivalthema „VIVA LATINA! mit Fotografie in und aus Lateinamerika.
Das Thema IM OSTEN VIEL NEUES beschäftigte sich mit unseren östlichen Nachbarländern. Das Erinnern an den Aufbruch des Ostens gilt als wunderbares Beispiel dafür, wie vor 30 Jahren der Wind der Freiheit Glasnost und Perestroika freisetzte und damit die Modernisierung des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Systems der Sowjetunion ermöglichte. Dies führte zum Ende des Kalten Krieges und zu einem bemerkenswerten Kreativschub zeitgenössischer Fotografie in Russland und den Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR, den das Festival gebührend gewürdigt und gefeiert hat.
Ausgehend vom Besucherzentrum am Brusattiplatz erstreckte sich das Festival in zwei Routen durch die Altstadt Badens sowie durch Doblhoffpark, Gutenbrunner Park und Kurpark – 7 Kilometer lang. Vom 14. Juli – dem französischen Nationalfeiertag bis zum 26. Oktober – dem österreichischen Nationalfeiertag. Bei freiem Eintritt.
Zum ersten Mal war in Baden der ORF kulturMontag mit der Ausstellung #dubistkunst als Partner zu Gast. Und das Festival wiederum fand mit der Ausstellung WILD von Michael Nichols nicht minder freundliche Aufnahme im Naturhistorischen Museum in Wien beides Kooperation, die der Wertschätzung des Festivals in der österreichischen Kulturlandschaft geschuldet sind. Diese Zusammenarbeit ist Teil der Strahlkraft, die das Festival von Anbeginn zu entfalten begann und die im Krisenjahr 2020 ganz besonders sichtbar wurde, denn außer mit dem NHM arbeitete das Festival noch mit dem Monat der Fotografie in Bratislava (4. bis 30. November 2020) und dem Art Market Budapest zusammen (22. bis 25. Oktober 2020).
306.024 BesucherInnen bedeuten ein neues Rekordergebnis für das Festival La Gacilly-Baden Photo – obwohl das Festival um drei Wochen verkürzt werden musste - ohne Eröffnungsfest, ohne Workshops und Artist Talks, mit nur wenigen BesucherInnen aus dem Ausland, ohne den Besuch von Schulklassen und der Budgetkürzung geschuldet vor allem ohne Bewerbung.
Dieser Rekord ergibt sich aus der Zahl der Fotointeressierten, die das Festival in Baden willkommen heißen konnte – das waren 218.607 BesucherInnen – und jenen, die sich beim Partner des Badener Festivals, dem Naturhistorisches Museum Wien, die Ausstellung „WILD“ von Michael Nichols angesehen haben, das waren 87.417 BesucherInnen.
„Das ist ein großartiger und international sichtbarer Erfolg, für den wir uns ganz herzlich bei unserem Publikum bedanken“, freuen sich enthusiastisch Lois Lammerhuber, Direktor und Initiator des Festivals, und die Kaufmännische Direktorin des Festivals Silvia Lammerhuber, „Mit dem offenen Ausstellungsformat konnten wir in Baden einen kulturellen und – wie sich gezeigt hat – auch krisensicheren Besuchermagneten schaffen“.
GoSee : Festival La Gacilly-Baden Photo - VIVA LATINA! 18. Juni bis 17.Oktober 2021 .