Dr. Andrée Sfeir-Semler wird in diesem Jahr mit dem ART COLOGNE-Preis für Kunstvermittlung ausgezeichnet. Sie zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Stimmen, wenn es darum geht, die Kunst des Nahen Ostens international sichtbar zu machen.
Bei Hatje Cantz erscheint ihre große Anthologie „The Rise of Arab Art“ - ein 600-seitiges Standardwerk der zeitgenössischen arabischen Kunst. Der Band versammelt rund 40 hochkarätige Kurartor'innen und Autor*innen, darunter Richard Armstrong (Guggenheim NYC), Hans Ulrich Obrist (Serpentine London), Zeina Arida (Mathaf Doha), Carolyn Christov-Bakargiev und Wael Shawky.
Die Galeristin gilt als eine der wichtigsten Vermittlerinnen zwischen westlicher Gegenwartskunst und der Kunstszene des Nahen Ostens. Seit 40 Jahren führt sie ihre Galerie in Hamburg.  2005 eröffnete sie in einer ehemaligen Fabrik in Beirut die erste Galerie der Region mit internationalem Programm – ein mutiger Schritt mitten in politisch instabilen Zeiten. Künstler*innen wie Etel Adnan, Yto Barrada, Wael Shawky oder Akram Zaatari wurden durch sie entscheidend gefördert und international etabliert. Ihre Galerie gilt bis heute als Ort des intellektuellen Austauschs und der kulturellen Vermittlung.
Die gebürtige Libanesin studierte in Beirut, Paris und Deutschland und gründete 1985 ihre erste Galerie, geprägt von Konzeptkunst, politischem Denken und interkultureller Offenheit.
Die Preisverleihung findet am 7. November 2025 um 10:00 Uhr im Historischen Rathaus Köln statt. Die Laudatio hält Mirjam Varadinis (Kunsthaus Zürich). Mit der Auszeichnung würdigt die ART COLOGNE Sfeir-Semlers visionäre Arbeit und ihren Beitrag, die Kunst der arabischen Welt dauerhaft im internationalen Diskurs zu verankern.