Mit 'You Don’t Look Sick' zeigt Jasmijn Vermeeren ihre erste institutionelle Einzelausstellung im FOAM Amsterdam (Foam 3h). Aus einer zutiefst persönlichen Perspektive beleuchtet die Künstlerin das Leben mit einer unsichtbaren Behinderung – ein Thema, das in aktuellen Diskursen über Diversität und Inklusion häufig unterrepräsentiert bleibt.
Die gezeigten Arbeiten – darunter fotografische Selbstporträts, Videoarbeiten und skulpturale Werke – kreisen um Vermeerens eigene Erfahrungen mit chronischen Schmerzen sowie um gesellschaftliche Zuschreibungen von Gesundheit, Funktionalität und Identität. Fragmentierte Gesichter, überlagerte Körper und fragile, fast durchscheinende Skulpturen visualisieren das Spannungsfeld zwischen äußerer Wahrnehmung und innerer Realität. Die Bilder wirken zugleich verletzlich und bestimmt – als bewusste Gegenposition zu normativen Vorstellungen von „Gesundsein“.
'You Don’t Look Sick' lädt Besucher:innen ein, in Vermeerens Alltag einzutreten und einen Raum zu betreten, in dem Verletzlichkeit, Emotion und Selbstreflexion ausdrücklich willkommen sind. Die Ausstellung schafft Nähe und Verständnis – und eröffnet zugleich neue Perspektiven darauf, was es bedeutet, wirklich man selbst zu sein.
Die Ausstellung entsteht im Rahmen des Florentine Riem Vis Stipendium, dessen neunte Preisträgerin Jasmijn Vermeeren ist. Das Stipendium wurde zum Gedenken an Florentine Riem Vis (1959–2016) ins Leben gerufen und unterstützt jährlich junge Künstler:innen bei der Weiterentwicklung ihrer künstlerischen Praxis. Zu den bisherigen Stipendiat:innen zählen unter anderem Sarah Amrani, Steffi Reimers, Bebe Blanco Agterberg, Karolina Wojtas, Gilleam Trapenberg, Solène Gün, Rebecca Sampson und Stefanie Moshammer.
Zu sehen bis 25 Mai 2025 foam.org