Tobias SCHULT c/o EMEIS DEUBEL reiste nach Bolivien, um verschiedene Gruppen indigener Frauen, die „Cholitas“, zu porträtieren. Er verbrachte einige Zeit mit den Cholitas Luchadoras, einer Gruppe von Ringern, den Cholitas Patinadoras, einer Gruppe von Schlittschuhläuferinnen, und den Cholitas Escaladoras (Klettererinnen).
Als chola oder (verniedlichend) cholita werden indigene Frauen in Bolivien und Peru bezeichnet, die sich nach einer in den 1920er Jahren aus Europa nach Südamerika importierten Mode mit ursprünglich für Männer entworfenen Hüten kleiden.
Die Cholita Climbers of Bolivia, oder Las Cholitas Escaladoras Bolivianas, sind eine Gruppe indigener Aymara-Bergsteigerinnen, die in Lateinamerika Gipfel besteigen. Sie tragen keine moderne Bergsteigerkleidung, sondern bevorzugen ihre traditionelle Tracht, darunter Polleras, bunte, weite Faltenröcke mit vielen Unterröcken. Sie tragen Helme und Stiefel und benutzen Steigeisen, Eispickel und Seile, tragen ihre Ausrüstung jedoch in traditionellen Schals auf dem Rücken.
Die Gruppe wurde 2015 von einheimischen Frauen, darunter Cecilia Llusco Alaña, gegründet. Die Frauen sind Teil einer eng verbundenen Gemeinschaft, die in den Bergen arbeitet und lebt. Ihre bemerkenswerteste Expedition fand am 23. Januar 2019 statt, als sie als erste Aymara-Frauen den Aconcagua, den höchsten Berg Amerikas, bestiegen.
Cholitas sind ein wichtiges kulturelles Symbol in Bolivien und stehen für die indigenen Wurzeln des Landes. Sie haben in den letzten Jahren eine größere Sichtbarkeit und Anerkennung erlangt, auch in der Mode und im öffentlichen Leben, und sind zu einem Symbol für Stolz und Selbstbewusstsein geworden.