Die Stiftung F.C. Gundlach für Fotografie lädt gemeinsam mit dem Verlag Nimbus. Kunst und Bücher am 21. März 2026 um 19 Uhr zur Vorstellung des Buches „Andreas Herzau. Gucken.“ nach Leipzig ein.
Im Gespräch mit Sebastian Lux, Leiter der Stiftung F.C. Gundlach, diskutieren Verleger Bernhard Echte, Herzaus langjährige Partnerin Renate Ruhne sowie sein Weggefährte Heiko Seibel über das fotografische Werk des 2024 viel zu früh verstorbenen Fotografen – und über die Entwicklung des Fotojournalismus seit den 1990er-Jahren. Aus dem Buch liest Andreas Ebbert-Scholl. Im Anschluss sind die Gäste zu einem Umtrunk eingeladen.
„Gucken“ versammelt Gespräche und Fotografien von Andreas Herzau, der mit seiner direkten, klaren Bildsprache eine neue Form des dokumentarischen Sehens geprägt hat. In den Interviewtexten reflektiert Herzau über die Veränderungen der Fotografie und des Fotojournalismus, über den Einfluss des Medienwandels auf Technik, Wirtschaft und Bildkultur – und über politische und technologische Herausforderungen bis hin zu den aktuellen Debatten um KI und Deep Fakes. Gleichzeitig betont er die neue kreative Freiheit der Fotografie in einer von Bildern geprägten Welt – man müsse nur aufmerksam um sich gucken.
Begleitend zur Buchvorstellung zeigt eine Pop-up-Ausstellung Arbeiten des Hamburger Fotografen. Zu sehen sind Ausschnitte aus Serien wie New York, Calcutta-Bombay, Moskau, Flucht, Helvetica, Liberia und AM. Ergänzt wird die Präsentation durch eine Dia-Schau mit Aufnahmen aus Ruanda, Liberia sowie dem Hamburger Abschiebegefängnis aus der Publikation „Flucht“ (1997) – Bilder, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren haben.
Vernissage: 19. März, 17 Uhr
Öffnungszeiten: 20.–23. März, jeweils 15–19 Uhr
Ort: Monopol Leipzig, Haus 5, Haferkornstr. 15
Eine Veranstaltung der Stiftung F.C. Gundlach für Fotografie in Kooperation mit Nimbus. Kunst und Bücher.