Dan Carabas führte mit seiner Kunstausstellung METAMORPHIC SCULPTURES Ende Oktober im Kühlhaus Berlin die physische und die digitale Welt zusammen. Zur Vernissage kamen über 500 Besucher:innen.

Dan Carabas, vertreten von KRISTINA KORB, beschäftigt sich in METAMORPHIC SCULPTURES mit der Verformung und Transformation des menschlichen Körpers. Durch Shibari, einer japanischen Bindekunst und dem Drapieren von Stoffen kreiert er ein Paradoxon: Während die Seile die Bewegungen des menschlichen Körpers einschränken, verleihen sie dem Gewebe erst Dynamik und Dreidimensionalität. Durch die bewusst herbeigeführte Veränderung des Körpers werden die Skulpturen entmenschlicht und erscheinen dem Betrachter in tranceartigem Zustand. Fotografisch wurde dieser Prozess als physisches Kunstwerk festgehalten, auf Holz gedruckt verleiht die zufällige Maserung des Holzes jedem finalen Werk seine Einzigartigkeit.

Durch den Druck auf Holz entstand jeweils, aufgrund der einmaligen Maserung der Holzplatte, ein nicht kopierbares Werk. Dieses physische Kunstwerk wurde fotografisch festgehalten und als NFT auf einer Handelsplattform erstellt (im Fachjargon als minting bezeichnet). Somit besitzt das digitale NFT und das analoge Werk die gleiche feine Holzmaserung und können einander zugeordnet werden. Mit dem NFT wird also ein transparenter Verkaufsprozess geschaffen, in dem die Frage nach Eigentümer*in und Urheber*in eines Werkes geregelt wird.

Die Technologie hinter NFTs ist vielseitig und bietet Künstler*innen sowie Kunstsammler*innen noch nie dagewesene Möglichkeiten. Für Dan Carabas war es wichtig, mit seiner Ausstellung auch technologisch den aktuellen Zeitgeist zu treffen und dabei gleichzeitig analoge Kunst zu ermöglichen, um auch das Erlebnis erfahrbar zu machen. Denn Kunst benötigt noch immer einen Raum, in dem sie wirken kann.

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